Bauchspeicheldrüsenkrebs – Ursachen, Symptome und Therapie

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine sehr gefährliche Krebsart. Allerdings ist sie auch äußerst selten. Jährlich erkranken im Durchschnitt 12800 Menschen in Deutschland an diesem Krebs, wobei der Anteil bei Frauen und Männern in etwa gleich groß ist. Bauchspeicheldrüsenkrebs beeinträchtig in vielen fälle die Nachbarorgane wie Leber und Gallenblase, da diese direkt mit der Bauchspeicheldrüse verbunden sind.

Bei 95% der Bauchspeicheldrüsenkarzinome haben sich normale Zellen in bösartige verwandelt. Die genaue Ursache für diesen Krebs ist unbekannt, jedoch gibt es bestimmte Ursachen die das Risiko, daran zu erkranken, erhöhen.
Raucher haben zum Beispiel ein 3 bis 4-fach erhöhtes Risiko an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Übermäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko um das 2bis 3-fache. Auch Menschen die aufgrund eines Magengeschwürs operiert werden mussten haben ein erhöhtes Risiko. Bei langjähriger chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung besteht ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Bauspeicheldrüsenkrebs aufgrund der Veränderung des Erbguts kommen vor, sind aber selten.

Da beim Bauchspeicheldrüsenkrebs nahezu keine Symptome auftreten, ist er nur sehr schwer zu diagnostizieren. Gelegentlich verursacht er Übelkeit, aber da Übelkeit durch viele Ursachen auftreten kann, ist das sehr uneindeutig. Bei fortgeschrittenem Stadium können Gelbsucht oder Oberbauchschmerzen auftreten. In den meisten Fällen hat der Tumor bei der Diagnose schon gestreut und Metastasen gebildet.
Ganz allgemeine Symptome bei Bauchspeicheldrüsenkrebs sind Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Durchfall und Juckreiz. Diese Symptome können auch auf eine andere Erkrankung hindeuten.

Um Bauchspeicheldrüsenkrebs zu diagnostizieren werden eine Kernspintomografie (MRT), eine Computertomografie (CT) und/oder ein Ultraschall des Bauches durchgeführt. Um das genaue Stadium der Erkrankung festzustellen müssen zusätzlich Röntgenaufnahmen, Gastroskopien und Biopsien durchgeführt werden.

Eine Heilung des Bauchspeicheldrüsenkrebses ist aufgrund der späten Diagnose nur sehr selten möglich. Um das geschädigte Gewebe zu entfernen wird eine schwierige Operation durchgeführt. Im Anschluss findet dann eine Chemotherapie statt. Da die Bauchspeicheldrüse viele Enzyme und Hormone bildet, wie z.B. Insulin, müssen diese nach einer solchen OP oft von außen zugeführt werden. Ist eine Operation nicht mehr möglich werden Bestrahlungen und Chemotherapie durchgeführt, die aber lediglich lebensverlängernd wirken, da eine Heilung nicht mehr möglich ist.

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist ein Krebs mit einer der schlechtesten Prognosen. Die 5-Jahres-Überlebenschance liegt hier nur bei ca. 4%.

Nov 22nd, 2009 | By | Category: Krebs ,



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