Blasenentzündung – Ursachen und bewährte Hausmittel

Eine der häufigsten Infektionen ist die Entzündung der Harnblase. Ständiger Harndrang, brennende Schmerzen beim Wasserlassen und trübe oder blutige Beimengungen im Urin machen jeden Toilettengang zur großen Qual. Typischerweise sind eher Frauen davon betroffen, da ihre Harnröhre kürzer ist und Bakterien (z. B. Darmkeime) somit leichter und schneller in die Harnblase aufsteigen können, wo sie als Resultat die Blasenwand reizen und Schmerzen verursachen.

Wodurch kann nun eine Blasenentzündung entstehen?

  • Eine Infektion durch Geschlechtsverkehr ist sehr häufig, da dadurch Reizungen der Harnröhre auftreten können. Im Zuge ungeschützten Geschlechtsverkehrs kann eine Chlamydieninfektion zu einer Blasenentzündung führen.
  • Allergien kommen ebenso als Ursache in Frage. Durch bestimmte Nahrungs- und Genussmittel (Kaffee, gewürzte Speisen, Alkohol) sowie Pflege- oder Kosmetikprodukte kann die Harnröhre gereizt werden.
Vorbeugende Maßnahmen und bewährte Hausmittel:

  • Eine ausgewogene sowie ballaststoffreiche Ernährung stärkt die Abwehrkräfte der Blasenschleimhaut. Besonders Spargel, Sellerie, Brennnessel, Himbeeren und Meerrettich sind geeignete Nahrungsmittel zur Entwässerung und Vorbeugung.
  • Trinken sie ausreichend! Durch eine hohe Flüssigkeitszufuhr werden die Harnwege durchgespült und die Bakterienkonzentration in der Blase vermindert.
  • Die Hygiene spielt eine große Rolle. Frauen sollten auf Sauberkeit im Intimbereich achten und auf der Toilette immer von vorn nach hinten wischen.
  • Ziehen Sie gerade im Winter warme Unterwäsche und Oberbekleidung an!
  • Warme/heiße Wannenbäder können Beschwerden lindern.
  • Temperaturansteigende Fuß- oder Sitzbäder eignen sich gut bei Blasenentzündung. Dazu durch zulaufendes heißes Wasser die Badetemperatur auf etwa 39-40° C steigern.
  • Durch eine Ansäuerung des Harns durch beispielsweise Vitamin C kann das Bakterienwachstum gehemmt werden. Werden Antibiotika eingenommen muss bedacht werden, dass einige dieser Medikamente bei saurem Urin nicht mehr helfen.
  • Aspirin gehört zu den entzündungshemmenden Medikamenten und kann Beschwerden abschwächen.
  • Besteht bereits eine Infektion der Harnwege, sollten Frauen eher zu Binden statt zu Tampons während der Menstruation zurückgreifen.
  • Harntreibende und lindernde Tees aus Erdbeerblättern, Goldrutenkraut, Liebstöckel, Brennnesselblättern und Salbei helfen die Beschwerden zu lindern.

Es sollte immer ein Arzt konsultiert werden, damit die Ursache der Entzündung abgeklärt sowie ein Aufsteigen der Infektion zu den Nieren hinauf vermieden wird. Ganz besonders wichtig wird der Arztbesuch, wenn Blut im Urin, Fieber, Übelkeit/Erbrechen, Schmerzen im Lendenbereich oder die Infektion während einer Schwangerschaft auftritt.

Sep 15th, 2009 | By | Category: Hausmittel, Krankheiten ,



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