Cannabis-Arzneimittel – Kampf um die Legalisierung

Der Kampf um die Legalisierung von Cannabis-Arzneimittel ist schon lange. Nun hat die schwarz-gelben Koalition das Thema wieder aufgegriffen und möchte Cannabis-Medikamente für bedürftige Patienten zulassen.

Pharmaunternehmen müssen einen Antrag stellen, um ihre cannabishaltigen Präparat zu zulassen. Bisher hat das ein Unternehmen für ein cannabishaltiges Medikament gegen Multiple Sklerose gemacht. Jedoch kritisiert die Arbeitsgemeinschaft “Cannabis als Medizin” (ACM), dass sich für schwerstkranke Menschen nichts verändert, wenn für das entsprechende Cannabis-Arzneimittel kein Antrag auf Zulassung gestellt ist.

BERLIN - AUGUST 07: A man smokes licenced medicinal marijuana prior to participating in the annual Hemp Parade, or 'Hanfparade', in support of the legalization of marijuana in Germany on August 7, 2010 in Berlin, Germany. The consumption of cannabis in Germany is legal, though all other aspects, including growing, importing or selling it, are not. However, since the introduction of a new law in 2009, the sale and possession of marijuana for licenced medicinal use is legal. (Photo by Sean Gallup/Getty Images)

Die Pläne der Bundesregierung für eine Zulassung von Cannabis-Arzneimittel findet positives Feedback von der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie und der Deutschen Schmerzliga. Denn bei vielen Krankheiten könnte Patienten mit Medikamenten, die THC beinhalten, geholfen werden, die Leiden zu minimieren.

Krebspatienten können so ihre Schmwerzen und die Übelkeit nach einer Chemotherapie lindern. Oder auch Menschen, die an Aids erkrankt sind, können die appetitanregende Wirkung des Cannabis-Wirkstoffs THC nutzen, um die extreme Gewichtsabnahme zu reduzieren.

Gesundheitstipps – Schauen Sie mal vorbei.

Betroffene Patienten müssen derzeit noch lange mit Behörden und Krankenkassen in Verhandlung stehen, ehe Arzneimittel mit THC -Gehalt verschrieben werden, das THc noch das Betäubungsmittelgesetz fällt. In Deutschland können nicht mal 50 Menschen davon Gebrauch machen. Die Änderung der Gesetzeslage sieht nun unter anderem vor in stationären Hospizen und Einrichtungen Notfallvorräte an Betäubungsmitteln anzulegen.

Tetrahydrocannabinol (THC) ist ein Rauschgift, das zum einen aus den Blättern der Hanfpflanze gewonnen werden kann. Nun ist es einem Dortmunder Forscherteam gelungen den Wirkstoff der Cannabis-Pflanze (THC) künstlich mit Biosynthese herzustellen und dabei die Kosten gering zu halten.

Auch Chemiker Peter Rausch hat es geschafft, kostengünstig THC zu gewinnen. Bei der landwirtschaftlichen Hanf-Samenöl-Erzeugung gibt es Abfälle, die CBD – eine biologische Vorstufe für die THC-Herstellung beinhalten. Sogesehen wäre dass auch eine neue Einnahmequelle für die Landwirtschaft, da möglicherweise pro Hektar über ein Kilogramm THC gewonnen werden kann.

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Aug 19th, 2010 | By Mathy | Category: Allgemein, Hausmittel, Krebs, Leben ,

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