Diabetes im Kinderalter

Weltweit sind etwa eine Million Kinder von der Stoffwechselkrankheit Diabetes mellitus Typ 1 betroffen, 25.000 Kinder davon leben in Deutschland. Experten zufolge wird die Zahl in den nächsten zehn Jahren auch weiter dramatisch steigen. Dabei sind nicht nur ältere Kinder und Jugendliche betroffen, auch immer Eltern von Babys und Kleinkindern müssen sich mit der Diagnose und den dadurch resultierenden Fragen über die Krankheit und ihren Folgen, die meist die ganze Familie betreffen, auseinandersetzen. Was sind die Ursachen und Symptome des Diabetes mellitus Typ 1 und wie können die betroffenen Kinder und ihre Familien lernen, mit der Krankheit umzugehen?

Ursachen:

Kinder erkranken in den meisten Fällen am Diabetes mellitus Typ 1, der eine Autoimmunerkrankung darstellt. Hier zerstört das Immunsystem die körpereigenen, Insulin bildenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Das Insulin sorgt dafür, dass der Zucker aus Kohlenhydraten im Körper aufgenommen werden und nicht im Blut anreichern kann. Insofern ist eine geregelte Stoffwechselregulation nur durch vorhandenes Insulin möglich. Fehlt das körpereigene Insulin, muss das Hormon von außen zugeführt werden. Dabei wird es mit einer Spritze in das subkutan, also in das Unterhautfettgewebe, gespritzt.

Symptome:

Eltern sollten aufmerksam werden, wenn das Kind großen Durst hat und viel uriniert. Kommen dann noch Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwäche und eine unnatürliche Gewichtsabnahme hinzu, ist der Gang zum Kinderarzt unvermeidlich.

Therapie und hilfreiche Tipps

Zunächst einmal ist es notwendig, dass die betroffenen Kinder und deren Familie die Diagnose akzeptieren und gegenüber anderen Bezugspersonen des Kindes, sei es gegenüber Lehrern, Erziehern, Freunden und Bekannten, offen mit der Situation umgehen. Dann ist es für das Kind sehr wichtig, dass die gewohnten Lebensumstände und –gewohnheiten im Großen und Ganzen beibehalten werden, sofern sie sich nicht ungünstig auf den Krankheitsverlauf auswirken. Eine gründliche Schulung aller Beteiligten hinsichtlich der Blutzuckermessung, Nahrungsanpassung sowie Spritztechnik und die richtige Einstellung mit Insulin helfen, mit der Krankheit umzugehen und Folgeschäden zu vermeiden. Auf keinen Fall sollte das Kind sich als „Außenseiter“ fühlen und an bestimmten Aktivitäten nicht teilnehmen. Eltern sollten dementsprechend unterstützend und hilfreich dem Kind zur Seite stehen. Gerade Kinder aus sozial schwachen Familienverhältnissen haben Experten zufolge eine schlechtere Prognose und ein höheres Risiko für Komplikationen. Daran kann man sehen, dass Informationsbeschaffung, Nahrungsanpassung und Schulungen gerade auch der Eltern immens wichtig sind! Solche hilfreichen Tipps und Informationen über Kinder finden sowohl Eltern als auch Erzieher einfach auf Online-Portale, wie z.B. Prokita-Portal.de.

Lehrer und Erzieher sollten immer mit „ins Boot geholt“ werden und der Kontakt zu anderen betroffenen Kindern und deren Familien kann hilfreich und wichtig sein, Erfahrungen und Tipps auszutauschen oder einfach nur Ängste zu beseitigen.

Feb 7th, 2011 | By | Category: Krankheiten ,



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  1. […] „…Hier zerstört das Immunsystem die körpereigenen, Insulin bildenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Das Insulin sorgt dafür, dass der Zucker aus Kohlenhydraten im Körper aufgenommen werden und nicht im Blut anreichern kann. Insofern ist eine geregelte Stoffwechselregulation nur durch vorhandenes Insulin möglich. Fehlt das körpereigene Insulin, muss das Hormon von außen zugeführt werden…“ (Gesundheitsmagazin) […]

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