Diabetes mellitus (I) – Auf diese Symptome sollten Sie achten!

Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine Stoffwechselstörung, die durch absoluten (Typ-1-Diabetes) oder durch relativen (Typ-2-Diabetes) Insulinmangel gekennzeichnet ist. Die Folge sind erhöhte Blutzuckerwerte (Hyperglykämie), da beim Typ-1-Diabetes (Jugenddiabetes) Insulin fehlt oder, beim Typ-2-Diabetes (Altersdiabetes), ein Mangel an Rezeptoren für Insulin an den Zellen auftritt, in dessen Folge das Insulin nicht die Aufnahme von Glukose in die Zellen schafft. In der Zelle besteht somit ein Zuckermangel und der Zuckerspiegel im Blut ist erhöht.

Die Symptome, die im Rahmen des Diabetes mellitus auftreten können, richten sich nach dem Grad des Insulinmangels. Zu ihnen zählen:

  • Starker Durst
  • Häufiges Wasserlassen (Polyurie)
  • Nächtliches Wasserlassen
  • Heißhunger, besonders zu Beginn der Krankheit
  • Geringer Appetit und Gewichtsverlust
  • Müdigkeit, Leistungsabfall und Abgeschlagenheit
  • Juckreiz
  • Azetongeruch der Atemluft
  • Allgemeine Anfälligkeit für Infekte (besonders Infektionen der Haut und der Harnwege)
  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • Schwindel
  • Muskelkrämpfe (v. a. die Waden sind betroffen)
  • Bewusstseinstörungen
  • Potenzstörungen

Worin liegen die Ursachen für die einzelnen Diabetes-Typen?
Beim Typ-1-Diabetes wird angenommen, dass es sich um eine Autoimmunkrankheit handelt, bei der körpereigene Antikörper die Insulin produzierenden ß-Zellen in den Langerhans’schen Inseln der Bauchspeicheldrüse zerstören. Auch bestimmte Virusinfekte kommen als Ursache infrage. Typ-2-Diabetes ist größtenteils erblich bedingt, wobei jedoch Übergewicht und Bewegungsmangel die Entstehung der Krankheit begünstigen. Neben diesen beiden Diabetes-Typen gibt es noch den Schwangerschaftsdiabetes, der durch Übergewicht und Bewegungsmangel in der Schwangerschaft entsteht und durch Faktoren, wie familiäre Belastung und ein höheres Alter der Schwangeren (über 35 Jahre), begünstigt wird.

Bei Verdacht auf Diabetes mellitus ist in jedem Fall ein Arzt zu konsultieren! Dieser erstellt die Diagnose, welche anhand der Glukose-Konzentration im Blut durch Messung des Nüchternblutzuckers sowie mithilfe eines Glukosebelastungstests gestellt wird. Des Weiteren ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient wichtig, um durch geeignete Therapiemaßnahmen und Verhaltensweisen die Krankheit unter Kontrolle zu bringen. Denn Diabetiker haben für bestimmte Folgeerkrankungen, wie solche des Herzens, der Nieren, der Augen und der Nerven, ein erhöhtes Risiko. Zudem leiden Diabetiker nicht selten unter Wundheilungsstörungen und Arteriosklerose. Die Gefahr solcher Spätkomplikationen ist umso höher, je schlechter der Blutzucker eingestellt ist.

Im zweiten Teil finden Sie Maßnahmen und Verhaltensweisen, die Ihnen helfen mit dieser Krankheit umzugehen (hier).

Nov 29th, 2009 | By | Category: Krankheiten ,



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