Durchfall (1) – Ursachen und Vorbeugung

Wird der Stuhl wässrig, dünnflüssig und muss mehrmals täglich entleert werden, spricht man von Durchfall oder Diarrhö. Was für die Betroffenen sehr unangenehm und belastend sein kann, ist eigentlich ein sehr ausgeklügelter Abwehrmechanismus des Körpers. Auf diese Weise werden die für den Organismus schädlichen Stoffe aus dem Körper geschleust. Aus diesem Grund sollte mit Medikamenten gegen Durchfall vorsichtig umgegangen werden. Besser ist, den Durchfall „durchzustehen“, damit der Körper eine innere und für ihn wichtige Reinigung erfährt.

Welche Faktoren können akuten Durchfall hervorrufen?

  • Infektionen des Magen-Darm-Trakts
  • Lebensmittelvergiftung, Verzehr verdorbener Lebensmittel (meist einhergehend mit Fieber, Übelkeit und Erbrechen)
  • Anspannung; Aufregung; Stress und Angstzustände
  • Nebenwirkungen von bestimmten Medikamenten wie beispielsweise Antibiotika, Laktulose oder Antazida (Magenmittel)

Chronischer Durchfall, d. h. Durchfall, der länger als 14 Tage anhält, wird verursacht durch:

  • Erkrankung der Leber, Galle oder Bauchspeicheldrüse
  • Entzündliche Erkrankung des Darms
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit

So können Sie Durchfall vorbeugen:

  • Regelmäßige Bewegung stärkt die Abwehrkräfte und wirkt sich positiv auf die Darmtätigkeit aus.
  • Eine ausgewogene, leichtverdauliche Ernährung ist zu empfehlen.
  • Meiden Sie scharfe Speisen, da diese eine abführende Wirkung haben sowie Kohl und Hülsenfrüchte.
  • Sellerie und Rettich sorgen für eine gesunde Darmflora und töten Pilze und Bakterien im Darm ab.
  • Reduzieren Sie Stress durch z. B. autogenes Training sowie Ihren Alkohol- und Nikotinkonsum.
  • Leiden Sie oder ein Familienmitglied an Durchfall, ist Hygiene höchstes Gebot. Regelmäßiges Händewaschen und die Reinigung der gemeinsam genutzten Toilette sollte selbstverständlich sein.

Es wird ein Arztbesuch notwendig, wenn der Durchfall länger als drei Tage anhält, von Fieber begleitet wird, Blut, Eiter und Schleim im Stuhl erscheinen und/oder starke Bauchkrämpfe und Hautausschlag auftreten. Da bei Durchfall große Mengen an Flüssigkeit aus dem Körper und Mineralsalze verloren gehen, sollten betroffene Säuglinge, Kleinkinder sowie ältere und geschwächte Menschen einem Arzt vorgestellt werden, wenn sie nur wenig bis gar nicht trinken, teilnahmslos und schläfrig wirken, kaum noch Urin lassen und/oder eine blass-graue Hautfarbe und eingefallene Augen aufweisen. Bei ihnen besteht große Gefahr der Austrocknung, also der Dehydrierung! Gleichermaßen wichtig ist eine Arztkonsultation, wenn Sie aus einem fernen Land (v. a. tropische Länder) mit massiven Durchfallbeschwerden zurückkehren oder wenn mehrere Personen betroffenen sind, die alle die gleichen Lebensmittel (z. B. Pilze) gegessen haben.

Welche Hausmittel und homöopathischen Mittel Ihnen helfen können, den Durchfall durchzustehen, lesen Sie im zweiten Teil (hier).

Okt 26th, 2009 | By | Category: Krankheiten ,



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