Fuchsbandwurm – Die Gefahr aus dem Wald.

Beim Fuchsbandwurm handelt es sich um einen parasitären Bandwurm, der vor allem Fuchsarten wie den Rotfuchs oder den Polarfuchs befällt. In selteneren Fällen können auch Hunde oder Katzen betroffen sein. Obwohl der Fuchsbandwurm auf diese Wirtstieren angepasst ist, kann es auch zu einem Einnisten im menschlichen Körper kommen. Im menschlichen Körper ist der Parasit der Auslöser für die lebensgefährliche Echinokokkose.

Der Fuchsdarm ist der „normale“ Lebensraum dieses Parasiten. Mit dem Kot werden die Eier ausgeschieden, die dann von kleinen Nagetieren wie Mäusen gefressen werden. Die Nager dienen als Zwischenwirt, d. h. in dem Mäusedarm entwickelt sich aus dem Ei eine Larve. Der Fuchs jagt und frisst wiederum die infizierten Nagetiere. Aus der „gefressenen“ Larve wird im Fuchsdarm dann ein Bandwurm. Wenn nun der infizierte Fuchskot auf Beeren und andere Waldfrüchte gelangt, können auch Menschen mit dem Bandwurm in Verbindung kommen. Der Mensch nimmt nun die Stelle des Zwischenwirtes ein und genau darin liegt die Gefahr. Denn während der Bandwurm im Darm des Fuchses relativ unbemerkt „wohnt“, schädigt die Larve den Zwischenwirt massiv, da dieser ja eigentlich wieder vom Fuchs gefressen werden soll.

Die Larve verlässt den menschlichen Darm und setzt sich in der Leber fest. Dies kann zur Gelbsucht oder sogar zur Leberzirrhose führen. Über das Blut gelangt Gewebe der Finne auch in das Bauchfell, die Lunge und das Gehirn wo es zu weiteren Schädigungen des menschlichen Organismus kommt, die sich in Lähmung, Atemnot oder Nervenstörungen bemerkbar machen.

Die Inkubationszeit ist bei einer Erkrankung mit dem Fuchsbandwurm sehr lang. Die meisten Erkrankten sind über 50 Jahre alt, wobei angenommen wird, dass diese sich bereits in jungen Jahren infiziert haben. Folgende Symptome machen sich in der Regel zuerst bemerkbar:

  • Druckgefühl im Oberbauch, teilweise mit stärkeren Schmerzen
  • Gewichtsverlust
  • Das Allgemeinbefinden ist deutlich schlechter. Man fühlt sich schlapp und müde.

Eine Panikmache vor dieser Erkrankung ist aber übertrieben, da es nur sehr wenige dokumentierte Fälle in Europa gibt. Ebenfalls umstritten ist die Theorie der Übertragung über die Beeren, da festgestellt wurde, dass Landwirte viel öfter betroffen sind. Man geht davon aus, dass diese sich über aufgewirbelte Erde beim Ackerbau infizieren.

Okt 31st, 2009 | By | Category: Krankheiten ,



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