Gelbwurz – Natürlicher Helfer gegen Alzheimer und Krebs.

Die Pflanzenheilkunde spaltet sowohl Ärzte als auch Patienten in zwei Lager. Während die einen die Pflanzenheilkunde belächeln und eher von Placebo-Effekten sprechen, schwören die anderen auf die heilende Kraft der Natur. Für die zweite Gruppe ist daher der Siegeszug, den das Curcumin gerade antritt, nicht verwunderlich. Curcumin ist der gelbe Farbstoff des bekannten Gewürzes Curcuma bzw. Gelbwurz, welches vor allem in der asiatischen Küche zum Einsatz kommt.

In Asien ist die heilende Wirkung des Curcumas seit mehreren Jahrtausenden bekannt. Es wird dort eingesetzt gegen Hautkrankheiten und gegen Rheuma. Aber auch in der westlichen Welt ist Gelbwurz in der Heilkunde nicht unbekannt. Hier schätzte man vor allem die stimulierende Wirkung auf die Leber und Gallenblase, die zur Produktion und Freisetzung von Gallensäure führt. Gelbwurz hilft daher gegen Verdauungsbeschwerden. Falls Sie unter Darmkrämpfen, Sodbrennen oder Blähungen leiden, kann Ihnen Gelbwurz helfen. Es ist nicht einmal notwendig ihre Kochgewohnheiten umzustellen und mit Curcuma zu würzen, da bereits Tropfen und Kapseln mit Gelbwurzextrakten in der Apotheke erhältlich sind. Fragen Sie einfach Ihre(n) Apotheker/-in.

Gelbwurz bremst Wachstum von Krebszellen

Neben den bereits bekannten Wirkungen, gibt es jetzt aber auch Untersuchungen für neue Einsatzgebiete. So laufen derzeit Studien, bei denen erforscht wird, welchen Einfluss die Inhaltsstoffe von Gelbwurz auf Krebszellen haben. Aus Tierversuchen weiß man bereits, dass Curcumin auf Krebszellen wirkt. Es mindert das ungebremste Wachstum der Krebszellen durch das Blockieren von wichtigen Signalmolekülen. Bei ersten Versuchen an menschlichen Patienten sind vielversprechende Ergebnisse beobachtet worden. Da den Studien aber Langzeiterkenntnisse fehlen, kann noch nicht abgeschätzt werden, ob es sich um einen kurzfristigen oder andauernden Effekt handelt.

Gelbwurz in der Alzheimerforschung

Auch in der Alzheimerforschung wird mit Gelbwurz experimentiert. Hintergrund ist die Tatsache, dass in Indien, also dem Heimatland des Curcumas, auffällig wenig Menschen an Alzheimer erkranken. Forschern der Universität Los Angeles ist es bereits im Jahr 2004 gelungen Ablagerungen in Gehirnen von Mäusen aufzulösen. Diese Ablagerungen sind typisch für Alzheimer. Der nächste Schritt ist die Erprobung an menschlichen Patienten, die vielversprechende Ergebnisse erhoffen lassen.

Obwohl Gelbwurz bereits seit Jahrtausenden bekannt ist, steckt die Erforschung bei Krebs und Alzheimer noch in den Kinderschuhen. Auf fundierte Langzeitergebnisse muss also noch eine Weile gewartet werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich die ersten positiven Erfolge bestätigen.

Buchtipp

Okt 5th, 2009 | By | Category: Hausmittel, Krebs ,



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