Gerstenkorn – homöopathische Behandlung und bewährte Hausmittel

Ein Gerstenkorn (Hordeolum) entsteht durch eine bakterielle Entzündung der Talg- und Schweißdrüsen, die zu einer Entzündung des Lidrandes führt. Diese Infektion am Auge ist oft sehr schmerzhaft und geht mit einer Schwellung und Rötung des Lides einher. Es bildet sich eine punktförmige Eiteransammlung und im Auge entsteht ein Fremdkörpergefühl. In der Regel geht das Gerstenkorn von selbst auf. Geschieht dies jedoch nicht innerhalb einer Woche, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. In keinem Fall darf das Gerstenkorn ausgedrückt werden, da sich die Entzündung sonst in das umliegende Gewebe ausbreiten kann! Ob ein Gerstenkorn geöffnet werden muss entscheidet ausschließlich der Augenarzt!

Folgende Hausmittel helfen, die Schmerzen zu lindern und die Öffnung des Gerstenkorns zu unterstützen:

  • Warme Augenkompressen mit Veilchentee, Augentrost, Ringelblume oder Hamamelis haben sich bei einer solchen Entzündung bewährt.
  • Eine Auflage mit warmem Leinsamenbrei unterstützt die Reifung des Gerstenkorns. Dazu die Leinsamen so lange aufkochen lassen bis er quillt und anschließend die Masse in ein Säckchen geben und auf das Auge legen.
  • Die Wärme einer Rotlichtlampe wirkt schmerzlindernd. Achten Sie auf einen Mindestabstand zur Lichtquelle von mindestens 50 cm!
  • Kartoffeln besitzen entzündungshemmende Eigenschaften. Nutzen sie diese, indem sie Pellkartoffeln quetschen (gegebenenfalls mit heißer Milch und Eiern vermengen) und diesen Brei mit einem Tuch einige Minuten aufs Auge geben.

Auch die Homöopathie hält Mittel bereit, die ihnen helfen können.

  • Im Anfangsstadium der Infektion und bei häufig wiederkehrenden Entzündungen der Lider wird Staphisagria verwendet. Hilft dieses Mittel nicht, sollte Sulfur eingenommen werden.
  • Bei roten, geschwollenen Lidern empfiehlt sich Pulsatilla. Das Oberlid ist hier häufiger betroffen als das Unterlid.
    Sind bei häufig wiederkehrenden Infektionen hauptsächlich die Unterlider betroffen und diese dann rot und geschwollen ist Graphites das Mittel der Wahl.

Gerstenkörner sind in der Regel nicht ansteckend, deshalb dürfen Kindergarten, Schule oder Arbeitsplatz weiterhin besucht werden.

Sep 9th, 2009 | By | Category: Hausmittel, Homoöpathie ,



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