Gesetzliche Krankenversicherung – Das sind die wichtigsten Änderungen im Jahr 2011

Die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen müssen sich seit Beginn des Jahres 2011 auf einige wesentliche Neuerungen einstellen.

Zum einen stiegen die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen seit dem 1. Januar 2011 von 14,9 auf 15,5 Prozent, wobei der Arbeitnehmer (oder der Rentner) 8,2 % zu tragen hat. Den Rest von 7,3 % übernimmt der Arbeitgeber bzw. die Rentenversicherung.

Da zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und Pharmafirmen Rabattverträge geschlossen wurden, erhalten Patienten das Mittel eines bestimmten Arzneimittelherstellers, sofern es sich um ein wirkstoffgleiches Medikament handelt. Ab diesem Jahr können Patienten den Differenzbetrag zwischen ihrem bisherigen (teueren) und dem preiswerteren Mittel des vertraglichen Herstellers zahlen und so ihr gewohntes Präparat weiter beziehen.

Die Beitragsbemessungsgrenze, also der von den gesetzlich Versicherten an die Krankenkassen abzuführende einkommensabhängige Höchstbetrag, ist seit Jahresbeginn um ein Prozent gesunken. Gesetzlich Versicherte müssen demnach einen monatlichen Höchstbetrag von 304,43 Euro an die Krankenkasse und maximal 72,39 Euro an die Pflegeversicherung entrichten. Zusatzbeiträge werden jedoch zusätzlich fällig. Somit werden besser verdienende Versicherte um etwa 3 Euro monatlich entlastet.

Zukünftig wird der Wechsel in eine Private Krankenversicherung deutlich erleichtert. Zum einen wurde die Versicherungspflichtgrenze nun auf ein jährliches Bruttogehalt von 49500 Euro leicht abgesenkt, zum anderen reicht es seit Jahresbeginn, wenn dieses Gehalt ein Jahr, und nicht wie bisher erforderlich drei Jahre, verdient wurde. Verdienen Berufsanfänger bereits 49500 Euro brutto jährlich, können sie seit diesem Jahr ohne Wartezeit in die Private Krankenversicherung eintreten.

Bis auf Hartz IV-Empfänger müssen alle gesetzlich Versicherte einkommensunabhängige Zusatzbeiträge an die Kasse entrichten. Diese Zusatzbeiträge sind vom Arbeitnehmer bzw. vom Rentner allein zu tragen und können von der Krankenkasse unbegrenzt angehoben werden. Eine Rückerstattung der Kosten erfolgt dann automatisch, wenn der durchschnittliche Zusatzbeitrag aller Kassen 2 % des Bruttoeinkommens des Versicherten beträgt.

An die von den Krankenkassen angebotenen Wahltarife sind die Versicherten statt drei Jahren seit Jahresbeginn nur noch ein Jahr gebunden. Zudem gilt neuerdings unter bestimmten Umständen ein Sonderkündigungsrecht. Auch an die Kostenerstattung sind Versicherte nur noch drei Monate gebunden.

Jan 19th, 2011 | By | Category: Gesundheit, Leben ,



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