Hausmittel und Erste-Hilfe-Maßnahmen, die mehr schaden als helfen. (1)

Hausmittel sind bei vielen Beschwerden oft die Mittel der ersten Wahl. Omas Geheimtinkturen haben jeden schließlich schon mal durch eine Erkältung gebracht. Egal ob Zwiebelsaft gegen Husten oder durch die Nase gezogener Zitronensaft bei Nasennebenentzündungen. Die Hausmittel sind bewährt und wirken – meistens jedenfalls. Denn es gibt auch Anwendungen, die sich im Laufe der Zeit längst überholt haben. In vielen Köpfen sind diese Hausmittel aber noch verankert und werden auch verwendet, was aber in manchen Fällen eher schlecht als recht ist. Hier ein paar Mythen, die Sie vergessen sollten:

Verbrennungen
Geht es nach Oma sollten man sich bei Verbrennungen und Verbrühungen sofort Butter, Öl oder Mehl auf die geschädigte Haut schmieren. Angeblich wird so die Wärme besser abtransportiert, was zur Linderung des Schmerzes führt. Es gibt aber keinerlei positiven Auswirkungen. Es kann im Gegenteil sogar zu Entzündungen kommen. Die verklebende Wirkung des Mehls führt zu Hautschäden. Brandsalben sind ebenfalls Mittel der Vergangenheit und sollten nicht verwendet werden. Bei leichten Verbrennungen der Extremitäten sollten Sie 10 Minuten kaltes Wasser über die geschädigte Stelle laufen lassen. Verwenden Sie einen keimfreien Verband um die Wunde abzudecken. Brandblasen sollten nicht geöffnet werden. Bei großflächigen oder starken Verbrennungen suchen Sie einen Arzt auf.

Schürfwu und Kratzer
Das schlimmste was in der Jugend passieren konnte, war ein Sturz mit schmerzhaften Schürfwunden. Dabei war der Sturz noch das kleinste Übel. Die schmerzhaften Erinnerungen rühren eher von der Wundbehandlung mit Jod her, die die Mütter und Großmütter an einem vollzogen. Es stimmt zwar, dass das Jod eine desinfizierende Wirkung hat, aber es sollte trotzdem nicht verwendet werden. Die enthaltenen Farbstoffe und Schwermetalle wirken Allergie auslösend. Auch der Heilungsprozess wird negativ beeinflusst, da auch gesunde Zellen zerstört werden. Kleinere Wunden sollte also nicht desinfiziert, sondern unter kaltes Wasser ausgewaschen und mit einem keimfreien Verband abgedeckt werden. Andere Desinfektionsmittel, wie Alkohol oder Wasserstoffperoxid, sollte man demnach auch nicht benutzen.

Welche Mythen es bei Vergiftungen, Knochenbrüchen und starken Blutungen gibt und welche Maßnahmen sie besser nicht ergreifen, lesen Sie im zweiten Teil (hier).

Auch wenn sich einige von Omas Tipps überholt haben, gibt es aber eine Vielzahl an immer noch wirksamen Mitteln. Informieren Sie sich hier.

Okt 17th, 2009 | By | Category: Hausmittel ,



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