Hausmittel und Erste-Hilfe-Maßnahmen, die mehr schaden als helfen. (2)

Im ersten Teil ging es bereits um Omas Hausmittel gegen Verbrennungen und Schürfwunden, die man besser nicht verwendet. In diesem Abschnitt geht es um überholte Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Vergiftungen, Knochenbrüchen und starken Blutungen und wie Sie es besser machen können.

Vergiftungen
Bei Vergiftungen gab es früher zwei Tipps. Der erste Ratschlag war das Trinken von Milch, was zu einer Verdünnung des Mageninhaltes und so zu einer Abwendung der Gefahr führen sollte. Das Gegenteil ist aber der Fall. Aufgrund des Milchfetts können fettlösliche Gifte erst recht vom Körper aufgenommen werden. Der zweite Tipp war das Schlucken von Brechwurzel in Sirupform um ein Erbrechen herbeizuführen. Aber auch dies ist gefährlich. Sollte der verschluckte Stoff ätzend sein, kommt es durch das Übergeben zu einer erneuten Schädigung der Speiseröhre. Außerdem kann das Erbrochene in die Luftröhre gelangen und so zu einer Lungenentzündung führen. Der erste Schritt bei einer Vergiftung sollte ein Telefonat mit dem Giftnotruf sein. Suchen Sie im Vorfeld bereits die Telefonnummer heraus und bewahren Sie diese griffbereit auf. Die Experten am Telefon sagen Ihnen was zu tun ist. In Ihrer Hausapotheke sollten Sie Aktivkohle bevorraten, was Sie in Absprache mit dem Giftnotruf eventuell verwenden können.

Knochenbrüche
Vor allem in den Wintermonaten kommt es schnell zu einem Ausrutscher auf eisigem Boden. Da kann es schon mal zu einem Knochenbruch kommen. Früher hieß es dann sofort eine Schiene aus herumliegenden Ästen bauen und dem Gestürzten anlegen. Die Stabilisierung sollte die Schmerzen lindern und weitere Knochen- und Gewebebeschädigungen vermeiden. Doch eine Schienung gehört nicht in Laienhände. Überlassen Sie dies dem Notarzt oder den Rettungssanitätern. Diese verfügen über die nötigen Kenntnisse und das richtige Equipment wie beispielsweise eine aufblasbare Schiene. Wenn Sie helfen, dann lagern Sie das Bein ruhig und versuchen Sie das Anschwellen durch Kühlen in Grenzen zu halten.

Starke Blutungen an Armen oder Beinen
Das Abbinden der Gliedmaßen bei starken Blutungen galt lange als sofortige Erste-Hilfe-Maßnahme. Es wird zwar die Blutung gestoppt, aber auch die Blutzirkulation im Arm oder Bein unterbrochen. Es kommt zu Gewebeschädigungen. Direkt an der Abbindestelle werden außerdem die Nerven gequetscht. Aber wie handelt man richtig. Zuerst sollte der verletzte Arm bzw. das blutende Bein hoch gelagert werden. In vielen Fällen ist dies bereits ausreichend. Sollte die Blutung aber weiterhin stark sein, legen Sie einen Druckverband an. Hierzu decken Sie die Wunde keimfrei ab und verbinden diese. Dann legen sie ein größeres Münzstück bspw. eine 2-Euro Münze auf den Verband und wickeln einen weiteren Verband um die Stelle.

Auch wenn sich einige von Omas Tipps überholt haben, gibt es aber eine Vielzahl an immer noch wirksamen Mitteln. Informieren Sie sich ber weitere Hausmittel.

Okt 17th, 2009 | By | Category: Hausmittel ,



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