Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs – für und wider

Gebärmutterhalskrebs liegt an elfter Stelle der Krebserkrankungen bei Frauen. Durch eine Impfung kann verhindert werden, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Die Ursache für diesen Krebs liegt in über 90% der Fälle an einem Virus. Die Viren ( humane Papilloma-Viren, kurz HPV ) werden durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Meist geschieht das schon in sehr jungen Jahren. Es sind wohl 80% der sexuell aktiven Menschen, die mit diesem Virus bereits in Kontakt gekommen sind. Bei den meisten heilt die Infektion innerhalb eines Jahres unbemerkt wieder aus. Jedoch bei schätzungsweise 10% der Betroffenen entwickeln sic unbemerkte Krankheitssymptome, die zu Gebärmutterhalskrebs führen können.

Nicht alle HPV Typen können letztlich Gebärmuterhalskrebs auslösen. Vielmehr sind es nur Typ 16 und 18, die überhaupt die Fähigkeit haben, dass Zellen unkontrolliert wachsen können. Bis es zur Bildung eines Karzinoms kommt, müssen die Vieren bis zu 15 Jahren in den Zellen ausharren.

Gebärmutterhalskrebs kann heute frühzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden. Der jährliche Abstrich beim Gynäkologen ist der beste Weg zur Früherkennung. Des Weiteren ist geschützter sexueller Verkehr mit Kondomen die beste Art, dem Gebärmuterhalskrebs vorzubeugen. Bei einer frühzeitigen Erkennung des Krebses ist eine nahezu 100%-ige Heilung möglich.

Mittlerweile ist ein Impfstoff gegen die HPV entwickelt worden. Genauergenommen sind es zwei Impfstoffe. Der eine schützt ganz gezielt vor HPV-Typen 16 und 18, der andere vor HPV-Typen 6 und 11, die Feigwarzen verursachen können. Empfohlen wird die Impfung Mädchen zwischen dem 12 und 16. Lebensjahr und möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Der Impfstoff wird in 3 Dosen innerhalb eines halben Jahres verabreicht.

Es gibt allerdings auch viele Kritiker dieser Impfung. Zum einen weil es noch keine Gewissheit darüber gibt, wie lange der Impfstoff wirkt. Man geht davon aus das ein Schutz in jedem Fall für 3 bis 5 Jahre vorliegt. Für längere Zeiträume gibt es derzeit keine genauen Erkenntnisse. Da es auch weitere Risikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs gibt, wie Rauchen, Infektionen des Genitalbereiches, vermutlich wohl auch die Pille, jede Schwangerschaft oderein schwaches Imunsystem gegen die die Impfung nicht hilft, kann man nur einen geringe Teil des Risiko durch die Impfung ausschließen. Kritiker warnen davor, zu denken: Einmal Impfung und nie wieder Gebärmutterhalskrebs. Dies sei falsch. Außerdem sei Nutzen und Risiko dieser Impfung noch nicht geklärt, obwohl es in den Medien und in Ratgebern anders dargestellt wird.

Wie bei jeder Impfung kann es auch bei der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs Nebenwirkungen geben, diese liegen jedoch nicht höher, als bei anderen Impfungen. Einfache Nebenwirkungen wie Schwellung und Rötung der Haut an der Einstichstelle, aber auch Übelkeit, Schwindel oder Erbrechen seien wie bei jeder anderen Impfung im Bereich des Möglichen. Es wurden allerdings auch schon Ohnmachtsanfälle und Blutgerinnsel beobachtet. Todesfälle im direkten Zusammenhang mit der Impfung konnten wohl bisher nicht bestätigt werden.

Die Entscheidung für oder gegen diese Impfung liegt im Ermessen des Einzelnen bzw der Eltern der minderjährigen Mädchen.

Nov 9th, 2009 | By | Category: Krebs ,



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