Impotenz – Ursachen, Symptome, Therapie

Impotenz, im medizinischen Sprachkreis auch erektile Dysfunktion, heißt allgemein, dass Männer Schwierigkeiten haben den Beischlaf befriedigend und zufriedenstellend durchzuführen. Dabei gibt es verschiedene Formen. Wie hoch die zahl der Betroffenen ist, kann man nicht genau sagen, da die Dunkelziffer sehr hoch ist. Denn nur die wenigsten Männer lassen sich diesbezüglich behandeln. Jedoch geht man davon aus das sich unter den 20 bis 30 jährigen in etwa 2% befinden die Impotenz haben. Unter den 60 bis 70 ährige sind es etwa die Hälfte.

Ursachen für die Impotenz können sehr vielseitig sein. Rund 70% der Ursachen sind körperlicher Natur, vor allem bei den Männern ab 50 Jahren. Das können zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein, wie Arterienverkalkung, Bluthochdruck oder ein zu hoher Cholesterinspiegel. Ebenso gehören Diabetes, Rauchen, Übergewicht, Prostataoperationen, Bandscheibenvorfälle, hormonelle Störungen und Erkrankungen des Nervensystems, wie zum Beispiel Multiple Sklerose zu den Ursachen. Bei jüngeren Männern bis 35 sind die Ursachen meist psychischer Natur. Stress, Depressionen und Leistungsdruck sind hier sehr häufig zu finden. Wenn die Ursache gefunden wurde, kann sie ein Arzt auch gut therapieren.
Ebenso kann Impotenz aber auch eine Warnung für Herzkreislauferkrankungen wie einen Herzanfall oder einen Schlaganfall sein.

Es werden zwei Formen der Impotenz unterschieden. Zum einen die Erektionsstörung, bei der der Penis nicht hart genug wird um den Geschlechtsverkehr zu vollziehen. Auch können einige Männer mit Erektionsstörungen den Zeitpunkt des Samenergusses nicht kontrollieren. Sie kommen zu früh oder verzögert oder in ganz seltenen Fällen auch gar nicht.
Die zweite Form ist die Unfruchtbarkeit auch Impotentia generandi. Hierbei kommt zwar eine normale Erektion zustande, aber im Sperma befinden sich keine oder nur sehr wenige intakte Spermien, so dass die Zeugung von Kindern nicht möglich ist.

Um eine erektile Dysfunktion festzustellen untersucht der Arzt Penis und Hoden, Blut und Urin, macht eine Ultraschalluntersuchung und stellt in einem Gespräch sehr intime Fragen um die Ursache des Problems zu finden.

Die Therapie einer Impotenz ist sehr individuell, je nachdem welche Ursache vorliegt und welche Einstellung der Betroffene zu den Therapien hat. Zu berücksichtigen ist, dass der Arzt war die Impotenz behandeln, nicht aber die Ursachen beseitigen kann. In der Regel muss der Betroffene auch sine Lebensgewohnheiten ändern um einen Erfolg zu erzielen. Behandelt werden kann mit Medikamenten, Injektionen in den Schwellkörper oder auch einer Operation. Empfohlen wird, dass Männer mit Impotenz in eine psychologische Betreuung gehen, auch wenn die Ursachen organisch sind.
Männer mit Impotenz sollten beachten, dass sie diese nicht selbst behandeln, sondern einen Facharzt behandeln lassen. Jeder der Medikamente gegen die Impotenz übers Internet ohne Rezept vertreibt handelt mehr als dubios. Da Impotenz oft auch Hinweis auf eine schwere Erkrankung sein kann, wird diese dann verschleiert und bleibt unerkannt.
Auch wenn viele Männer aus Scham den gang zum Urologen nicht machen, muss man sagen, dass die Heilungschance der Impotenz größer ist, je eher man damit zum Arzt geht.

Nov 28th, 2009 | By | Category: Körper, Krankheiten ,



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