Kann man dem Krebs vorbeugen? Tipps zur Krebsvorsorge

Auch wenn in den Ländern Europas die Krebsraten sinken, wären nach Schätzung von Experten wohl zwei Drittel aller Krebserkrankungen vermeidbar. Es gibt Regeln zur Vorbeugung und zur Früherkennung von Krebs. Würden sich alle Menschen daran halten, wäre das Risiko an Krebs zu erkranken wohl um ein vielfaches minimiert.

Das Rauchen und Trinken Krebs verursachen kann, ist mittlerweile wohl den meisten bekannt. Schätzungsweise ein Drittel aller Krebserrankungen, lassen sich aufs Rauchen zurückführen. Nicht Lungenkrebs kann durch das Rauchen gefördert werden, sondern auch Blasen-, Nieren-, Bauchspeicheldrüsen-, Kehlkopf-, Magen- und Speiseröhrenkrebs haben ihre Hauptursache im Rauchen. Übermäßiger Alkoholgenuss fördert die Entstehung von Krebs in Mund, Rachen, Leber und Speiseröhre. Und die Kombination aus Rauchen und Alkohol ist dann natürlich noch riskanter. 85 % aller Kehlkopfkrebserkrankungen und 75% aller Speiseröhrenkrebse sind auf die Kombination von Rauchen und übermäßigem Alkoholgenuss zurückzuführen.

Deshalb sind die wichtigsten Regeln zur Krebsprävention: Hören Sie auf zu rauchen und trinken Sie nicht übermäßig Alkohol.

Auch die Ernährung spielt bei der Krebsprävention eine sehr entscheidende Rolle. Experten vermuten, dass wohl 20% bis 40% aller Tumore auf eine falsche Ernährung zurückzuführen sind. Es ist zwar nicht genau geklärt wie Vitamine und Ballaststoffe das Krebsrisiko beeinflussen, Studien jedoch zeigen eine deutliche Minderung des Krebsrisikos bei gesunder und vitaminreicher Ernährung. Tierische Fette sollten eingeschränkt zu sich genommen werden, da diese das Risiko für Herzkreislauferkrankungen erhöhen und dick machen, und dies wiederum erhöht dann das Risiko an Krebs zu erkranken. Allerdings bringt ein völliger Verzicht auf tierische Fette keinen Vorteil bei der Vorbeugung von Krebs, ist die Expertenansicht. Auch stark gesalzene Lebensmittel erhöhen das Krebsrisiko. Die stärkste krebserregende Substanz bei den Lebensmitteln ist der Schimmelpilz.

Eine weitere Regel sollte sein: Achten Sie auf ihr Gewicht! Übergewichtige Menschen haben ein sehr viel höheres Krebsrisiko als normalgewichtige Menschen. Der BMI sollte immer zwischen 18,5 und 25 liegen. Wobei ab einem BMI von 23 das Krebsrisiko wohl schon leicht erhöht ist. Das ist zumindest die Meinung von Experten. Es hat viele Studien gegeben, die sehr deutlich darauf hinweisen, dass übergewichtige Frauen nach den Wechseljahren viel häufiger an Brustkrebs erkranken als normalgewichtige Frauen. Es gibt des Weiteren Schätzungen, dass wohl ca. 40% aller Tumore der Speiseröhre, ca. 25% aller Tumore an Nieren und ebenso an der Gallenblase als Ursache Übergewicht haben. Wer zu viel wiegt, erhöht das Risiko auf eine bösartige Tumorerkrankung.
Bewegung ist auch sehr wichtig bei der Krebsprävention. Sie vermeidet nicht nur Übergewicht, sondern wirkt sich wohl auch direkt auf das Risiko einer Krebserkrankung aus. Das Risiko für Dickdarm-, Brust-, Gebärmutterhals und Prostatakrebs kann durch Bewegung vermindert werden. Experten sind sich einig, dass umso mehr Bewegung auch umso besser ist. Dazu gehört nicht nur Sport, sondern auch Bewegung im Alltag. Steigen sie lieber Treppen, als den Fahrstuhl zu benutzen und dehnen sie den Hausputz oder auch Gartenarbeit ruhig etwas aus.

Regeln die von der Ernährung unabhängig sind, sind die Vereidung von zuviel Sonneneinstrahlung, die Vermeidung von krebserregenden Stoffen am Arbeitsplatz. Übermäßige Sonneneinstrahlung und Sonnebrand erhöhen das Risiko auf Hautkrebs um ein vielfaches. Ein Erwachsener sollte nicht mehr als 50 Sonnenbäder pro Jahr machen und möglichst auf das Solarium verzichten. Die Sonneneinstrahlung zwischen 12 und 15 Uhr ist die gefährlichste. Krebserregende Stoffe am Arbeitsplatz oder auch zu Hause kann zum Beispiel Asbest sein, obwohl mittlerweile der Tabakrauch zu den wichtigsten Schadstoffen in Räumen gehört.

Bei der Früherkennung von Krebs gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zuerst ist die wichtigste Regel, sich selbst genau wahrzunehmen und Veränderungen seines Körpers zu registrieren. Bemerkt man zum Beispiel Knoten, Schwellungen, Veränderungen der Haut oder ungewöhnliche Blutungen, lange anhaltenden Husten oder andere Symptome die nicht zurückgehen, sollte man schnellstmöglich von einem Art abklären lassen, worum es sich dabei handelt.

Für Frauen gilt, eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt wahrzunehmen, so kann Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs frühzeitig festgestellt und behandelt werden. Unter die Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen fallen das Abtasten der Brust oder auch der vaginale Abstrich zur Erkennung von Gebärmutterhalskrebs. Der Abstrich sollte auch erfolgen, wenn sie eine Impfung gegen diesen Krebs erhalten haben. Empfohlen wird auch, dass Frauen ab 50 Jahre in regelmäßigen Abständen eine Mammografie machen lassen.
Auch Männer können durch einen regelmäßigen Besuch beim Urologen eine Vorsorge für Prostatakrebs machen.

Sowohl für Männer als auch für Frauen gilt, dass sie sich regelmäßig auf Dickdarmkrebs untersuchen lassen sollten. Ab einem Alter von 50 Jahren sollte diese Untersuchung zu den jährlichen Vorsorgeuntersuchungen gehören. Vor allem Menschen mit erhöhtem Risiko, weil Darmkrebs vielleicht schon in der Familie aufgetreten ist, sollten diese Vorsorgeuntersuchung sehr ernst nehmen.

Etwa 8% aller Krebserkrankungen werden durch chronische Infektionen mit Viren, Bakterien oder Parasiten verursacht. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt deshalb eine Impfung gegen Hepatitis B. Oft werden nur Menschen mit Risiko geimpft, wie zum Beispiel medizinisches Personal. Man sollte sich zum Schutz impfen lassen. Auch Kinder können gegen Hepatitis B geimpft werden.

Als wichtigste Regel gilt neben der aktiven Vorbeugung, je eher eine Krebserkrankung festgestellt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Vorsorge und Prävention sollten deshalb sehr ernst genommen werden.

Nov 25th, 2009 | By | Category: Krebs ,



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