Krebs vorbeugen mit Nahrungsergänzungsmitteln? – Wohl kaum…

Ohne Frage ist Krebs eine der Krankheiten vor der sich die Menschen am meisten fürchten. In unserer Vorstellung kommt eine solche Diagnose unverhofft und der Krankheitsverlauf endet tödlich. Es ist nicht verwunderlich, dass Menschen sich mit solchen Gedanken befassen, wenn man die Statistik heranzieht.

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 400.000 Menschen an Krebs und mehr als 200.000 von ihnen sterben daran. Nimmt man die deutsche Bevölkerung als Grundlage und lässt alle anderen Faktoren wie Risikogruppen außer acht, liegt die Wahrscheinlichkeit in diesem Jahr an Krebs zu erkranken für Sie bei etwa 0,5%. Das entspricht etwa der Wahrscheinlichkeit mit vier Tipps auf einem Lottoschein einen Dreier mit Zusatzzahl zu treffen. Für den einen klingt das beruhigend, für den anderen alarmierend. Für diejenigen die alarmiert sind, hat die Industrie auch gleich die passende Lösung parat, um die Chancen zu verbessern – Nahrungsergänzungsmittel. Mit abenteuerlichen Versprechen werden die Kunden zur Kasse gebeten. Es gibt sicherlich bessere Wege dem Krebs vorzubeugen wie etwa mit dem Rauchen aufhören, den Alkoholkonsum einzuschränken, sich gesund zu ernähren usw. Aber es ist doch so viel bequemer eine Pille zu schlucken oder eine Brausetablette aufzulösen. Die Weltkrebsforschungsstiftung (World Cancer Research Fund) hat sich im Sommer 2008 ganz klar gegen Nahrungsergänzungsmittel für die Krebsvorsorge ausgesprochen.

Der Nährstoffbedarf sollte ausschließlich durch Lebensmittel gedeckt werden. Nahrungsergänzungsmittel werden für die Krebsprävention nicht empfohlen.

Wer sich davon aber nicht von den Pillen abringen lassen will, der sollte einige Tipps beherzigen:

  • Wenn Sie auf Präparate nicht verzichten wollen, sollten Sie Vitamin C und E sowie Zink und Selen zu sich nehmen. Diese Stoffe sind wichtige Antioxidantien gegen die Sauerstoffradikalen.
  • Sie sollten Kombipräparate (die diese vier Elemente beinhalten) meiden, da sich die Stoffe gegenseitig behindern oder sich deren Wirkung vermindert oder sogar aufheben kann.
  • Dies betrifft insbesondere Zink und Vitamin C, die sich nicht mit Selen vertragen. Greifen Sie also zu Monopräparaten.
  • Lassen Sie mindesten 3 Stunden Abstand zwischen dem Selen-Präparat und dem Vitamin C- und Zinkprodukt.
Aug 15th, 2009 | By | Category: Allgemein, Gesundheit, Krebs ,



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