Krebsrisiko ist bei Diabetikern höher.

Patienten, die unter Diabetes leiden, sind anfälliger für bestimmte Krebsarten. Nach Informationen des Berufsverbands Deutscher Internisten steigt das Krebsrisiko erheblich an, wenn Menschen an dieser chronischen Stoffwechselerkrankung leiden.

Wie die Mediziner bekannt gaben, sind vor allem Menschen mit Altersdiabetes betroffen. Bei Patienten mit Diabetes Typ 2, wie Altersdiabetes medizinisch korrekt bezeichnet wird, produziert der Körper zwar noch ausreichend Insulin, aber aufgrund einer meist angeborenen Insulinresistenz bleibt die erwünschte Wirkung an den Zellmembranen aus. In jungen Jahren ist die Bauchspeicheldrüse noch in der Lage, dies mit einer erhöhten Ausschüttung zu kompensieren. Im Alter geht die Insulinausschüttung dann zurück und der Altersdiabetes bildet sich aus. Die häufigsten langfristigen Folgen von Diabetes sind dann Nieren- und Herz-/Kreislauferkrankungen. Nun wurde festgestellt, dass auch ein höheres Krebsrisiko insbesondere des Magen-Darm-Traktes zu den Folgen dieser Krankheit gehört.

Durch empirische Studien konnte nachgewiesen werden, dass das Risiko für einen Dickdarmkrebs um 30% höher liegt im Vergleich mit einem Nicht-Diabetiker. Eine Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse kommt sogar 7-mal häufiger vor.

Obwohl die medizinische Forschung bei Diabetes sehr weit fortgeschritten ist, gibt es derzeit noch keine wissenschaftlich bewiesene Erklärung für diesen Zusammenhang. Als mögliche Ursache wird eine ungesunde Ernährung und Übergewicht angeführt. Häufig nehmen Diabetiker zu viele Fette und Kohlenhydrate mit ihrer täglichen Nahrung auf. Bewiesen ist diese These aber nicht. Ein anderer Erklärungsversuch zielt auf die Wirkung des Insulins ab. Bei Altersdiabetikern ist der Insulinspiegel höher als bei Nicht-Diabetikern. Es wird vermutet, dass das vermehrte Insulin Krebszellen stärker und schneller wachsen lässt. Diese Vermutung klingt logisch, da Insulin allgemein die Zellteilung fördert und dies auch für die Krebszellen zutreffen müsste. Aber auch für diese These fehlt der endgültige Beweis.

Nichtsdestotrotz gehen die Experten davon aus, dass die Krebszellen bei Diabetikern schneller wachsen und raten daher eindringlich zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Angeraten werden Dickdarmspiegelungen alle fünf Jahre ab dem 55. Lebensjahr sowie eine Untersuchung des Stuhls auf Blut.

Nov 29th, 2009 | By | Category: Krebs ,



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