Krebstherapie – Misteln im Einsatz

Misteln sind schon länger im Einsatz bei der Krebstherapie. Doch wie können Misteln Krebspatienten helfen? Die Mistel ist ein Halbschmarotzer, der auf Bäumen und Sträuchern wächst und diesen Nährstoffe und Wasser entzieht. Hört sich erst mal nach einem unangenehmen Zeitgenossen an. Bekanntheit und vor allem Sympathie erlangte die Mistel durch die breite Verwendung bei amerikanischen Weihnachtsbräuchen. Nahezu jede Wohnung wird mit einem Mistelzweig geschmückt, um hübschen Damen einen Kuss abzuringen. Was die wenigsten wissen ist, dass auch die Medizin die heilende Wirkung der Mistel nutzt. Seit den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts werden Mistelpräparate unterstützend bei der Behandlung von Krebsleiden eingesetzt.

Mehr als 1600 bekannte Inhaltsstoffe sind in der Mistel enthalten, von denen die Lektine und die Viscotoxine besonders gut untersucht sind. Die Lektine wirken sich positiv auf das menschliche Immunsystem aus, indem sie ß-Endorphine freisetzen. Dieser Botenstoff vermittelt zwischen dem Nerven- und dem Immunsystem und lindert darüber hinaus Schmerzleiden.

Nach vorherrschender Meinung sind Mistelpräparate in der Lage Krebszellen zu bekämpfen. Die Wirkung reicht aber nicht aus um Tumore und Krebsgeschwüre zu behandeln. Hier ist man auf die schulmedizinischen Behandlungen, wie beispielsweise Strahlen- oder Chemotherapie, angewiesen. Im Anschluss an diese tumorzerstörenden Therapien können die Wirkstoffe der Mistelpflanze jedoch die restlichen Krebszellen, die sich noch im Körper befinden, bekämpfen.

Neben der Bekämpfung des Krebses leistet die Misteltherapie einen wichtigen Beitrag, wenn es um das allgemeine Wohlbefinden von Krebspatienten geht. Die Leistungsfähigkeit wird gesteigert und die erkrankten Personen sind auf weniger Schmerzmittel angewiesen. Des Weiteren werden Appetitlosigkeit sowie Übelkeit und Erbrechen, unter der in Behandlung stehende Menschen oft leiden müssen, vermindert. Positiver Effekt ist, dass so die Gewichtsabnahme, die den Körper oftmals zusätzlich belastet, vermieden oder zumindest verringert werden kann. In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass Frauen mit Brustkrebs die Krankheit und deren Behandlung besser ertragen, wenn sie sich einer begleitenden Misteltherapie unterziehen. Die Dämpfung der Nebenwirkungen der Krebstherapie wirkten sich positiv auf das Wohlbefinden aus, so dass die Frauen weit weniger an Depressionen litten. Selbst das Wiedererkrankungsrisiko sank messbar, wenn auch nur in geringem Maße.

Betroffene sollten rechtzeitig Kontakt mit einem Arzt oder Heilpraktiker aufnehmen, der Erfahrungen mit der Misteltherapie hat, da bereits vor der eigentlichen Krebsbehandlung mit dem Spritzen der Mistelpräparate begonnen werden sollte. Jedoch raten die Experten von einer Mistelbehandlung in den folgenden Fällen ab:

  • bei Schwangerschaft und in der Stillzeit
  • bei gutartigen Tumoren
  • bei fortgeschrittener Tuberkulose
  • bei Leukämie
Aug 13th, 2009 | By | Category: Krebs ,



Themenrelvante Beiträge auf leben-mit-gesundheit.de:
Tags: , , , , , ,

Leave Comment

You must be logged in to post a comment.