Lichttherapie zur Behandlung von Depression

Das Licht sich positiv oder auch negativ auf unsere Gemütsverfassung auswirkt ist bekannt und das kann jeder auch spüren. An hellen Tagen, vor allem im Frühjahr oder Sommer ist man viel aktiver, entspannter und besser gelaunt. An regnerischen trüben tagen dagegen fühlt man sich schneller müde und gestresst, die Laune ist schneller schlechter und der Antrieb geht zurück. Die Menschen reagieren unterschiedlich auf Lichteinflüsse. Dem einen machen sie schwerer zu schaffen als anderen.

Menschen die unter einer saisonalen Depression leiden kann mit einer Lichttherapie geholfen werden. Saisonale Depressionen treten nur in den trüben und dunklen Jahreszeiten auf, also im Herbst und Winter. Der Mangel an natürlichem Sonnenlicht wirkt sich auf unseren Körper aus und Antriebslosigkeit und Lustlosigkeit können die Folge sein. Bis zu 90% des Tages verbringen wir in diesen Jahreszeiten in geschlossenen Räumen, haben Untersuchungen wohl ergeben. Melatonin auch Schlafhormon genannt, verdrängt das Serotonin im Körper welches durch Sonnenlicht begünstigt wird.

Die Lichttherapie wird vor allem bei der sogenannten Winterdepression eingesetzt. Am besten eignet sich ein dem Sonnenlicht nachempfundenes Licht. Man benötigt mindestens 2000 Lux, soviel wie wenn man an einem Frühlingstag aus dem Fenster schaut, im Sommer beträgt das Sonnenlicht sogar fast 10000 Lux. Im Gegensatz dazu ist die Innenbeleuchtung einer Wohnung nur bei ca. 300 bis 500 Lux.

Für die Lichttherapie werden spezielle Lampen verwendet. Diese erzeugen ungefähr 2500 bis 5000 Lux. Das Licht wird direkt vom Sehnerv aufgenommen. Die Bestrahlung erfolgt zwischen 15 und 120 Minuten, wobei die Stärke der Lichttherapielampe die entscheidende Rolle dabei spielt. Nach ca. 4 Tagen ist eine deutliche Besserung der Symptome zu spüren, dennoch sollte die Behandlungsdauer auch nach Besserung mindestens 14 Tage betragen. Die Bestrahlung sollte immer am morgen erfolgen, um dem Körper und der inneren Uhr zu sagen, dass der Tag beginnt. Man kann dabei Zeitung lesen, schreiben oder essen. Es empfiehlt sich für die bessere Wirkung etwa jede Minute für 5 Sekunden direkt in das Licht zu schauen.

Die Lichttherapie belastet den Körper fast gar nicht und ist deshalb auch für Personen geeignet die nicht jedes Medikament nehmen können. Nebenwirkungen die auftreten können sind Augenreizungen, Kopfschmerzen oder trockene Haut. Diese verschwinden aber innerhalb kürzester Zeit wieder. Angeraten wird vor Beginn einer Lichttherapie die Augen untersuchen zu lassen.

Nov 18th, 2009 | By | Category: psychische Erkrankungen ,



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