Liebeskummer kann echte Depressionen verursachen [Sponsored Post]

Fotolia.com © drubig-photo

Fotolia.com © drubig-photo

Liebeskummer ist in der psychologischen Fachliteratur bisher nicht als depressionsauslösender Faktor geführt, obwohl die Symptome sehr ähnlich sein können:

  • Das Gefühl innerer Leere, sowie von Sinn- und Hoffnungslosigkeit
  • Angst vor der Zukunft
  • Interesse- und Freudlosigkeit
  • allgemein depressive Stimmung und Traurigkeit
  • Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Konzentrationsmangel
  • Selbsthass, Wut gegen sich selbst, Schuldgefühle
  • Libidoverlust
  • Essstörungen (Appetitlosigkeit oder ‚Fresssucht‘)
  • Tiefe Verzweiflung, die bis zu Suizidgedanken reichen kann
  • u.v.m.

Die Symptome von Liebeskummer und Depressionen sind sehr ähnlich

Doch auch wenn die psychotherapeutische Fachliteratur Liebeskummer nicht ausdrücklich als depressionsauslösend führt, wird er dort dennoch zumindest umschrieben: „Einschneidende Änderungen und bedeutende Stressfaktoren wie der Tod oder Verlust eines geliebten Menschen oder der Verlust der Arbeitsstelle“ zählen nämlich zu den Ereignissen, die klinische Depressionen auslösen können. Eine Definition, die sehr genau Liebeskummer oder Trennungsschmerz beschreibt.

Der Unterschied: Liebeskummer ist wichtig, Depression ist eine Krankheit

Doch während eine klinische Depression eine ernstzunehmende Krankheit ist, sind die Gefühle von Trennungsschmerz und Liebeskummer nach dem Ende einer Beziehung sehr wichtig. Sie helfen speziell den Verlassenen bei der Aufarbeitung der Trennung und sorgen so dafür, dass sie oder er nach dem Durchlaufen dieser Phasen der Trauer, Verunsicherung oder Wut wieder zu sich selbst und einem erfüllten Leben auch ohne den ehemaligen Partner zurückfinden.

Normalerweise dauert diese Aufarbeitung je nach individueller Situation zwischen einigen Tagen oder Wochen und wenigen Monaten. Im Idealfall kommt man dabei nicht nur zu der Einsicht, dass es gut ist, wie es ist, sondern man entdeckt auch neue oder alte Freiheiten, Hobbies, Freunde und Interessen (wieder).

Ex zurückgewinnen? Meistens keine gute Idee!

Auch die naheliegende Frage, ob man die oder den Ex zurückgewinnen möchte, muss in dieser Zeit beantwortet werden. Die Möglichkeit besteht öfter, als allgemein angenommen, aber man sollte es sich gut überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist oder nur der bequemste Weg zurück in eine vermisste Komfortzone. Nach den Erfahrungen der Beziehungsspezialisten von beraterteam.info ist es nur in rund 10% der Fälle ratsam und von Erfolg gekrönt, wenn bereits getrennte Paare „es noch einmal versuchen“.

Wann wird aus Liebeskummer eine klinische Depression?

Aufnahmen mit dem Gehirnscanner bestätigen, dass verlassene Menschen ganz ähnliche Auffälligkeiten im Gehirn zeigen, wie Menschen, die an einer klinischen Depression erkrankt sind. Psychologen sehen darin Hinweise, dass Liebeskummer sehr wohl eine klinische Depression auslösen kann.

Die Frage, wann aus normalem Liebeskummer und Trennungsschmerz eine klinische Depression wird, die behandelt werden sollte, lässt sich am ehesten an der Dauer und der Schwere der Symptome festmachen: Dauern die depressiven Symptome nach dem Ende einer Beziehung mehrere Monate an, ist irgendwann eine psychotherapeutische Begleitung oder auch eine medikamentöse Behandlung angeraten. Auch die Schwere der Symptome muss dabei berücksichtigt werden. Sobald das normale Leben mit Beruf, Essen, Schlafen etc. nicht oder nur noch massiv eingeschränkt möglich ist oder wenn Suizidgedanken ins Spiel kommen, sind dies eindeutige Warnhinweise, die auf mehr, als einen normalen Liebeskummer hindeuten. Oftmals war in solchen Fällen eine entsprechende Neigung bereits latent vorhanden und die Trennung hat die Depression nur endgültig ausgelöst.

Wie sollte eine liebeskummerbedingte Depression behandelt werden?

Deuten die Dauer und die Schwere der Symptome darauf hin, dass es sich nicht mehr nur um einen normalen Liebeskummer, sondern um eine „echte“ Depression handelt, ist es sinnvoll, zunächst mit einer psychotherapeutischen Begleitung anzusetzen. Ziel sollte es sein, entsprechende Patienten durch den Kummer zu begleiten, indem man zum Beispiel im Rahmen einer Gesprächstherapie das Scheitern der Beziehung analysiert, neue Lebensperspektiven erarbeitet, sowie den Weg in eine neue Beziehung ebnet.

Nur in schweren Fällen sollte auch eine medikamentöse Behandlung – zum Beispiel mit stimmungsaufhellenden Mitteln – erfolgen.

Mrz 12th, 2015 | By | Category: psychische Erkrankungen ,



Themenrelvante Beiträge auf leben-mit-gesundheit.de:
Tags: ,

Comments are closed.