Magenkrebs – Hauptursache Bakterien, Symptome und Therapie

Als Hauptverursacher von Magenkrebs gilt ein Bakterium, das Helicobacter pylori genannt wird. Dieses Bakterium löst auch die Entzündung der Magenschleimhaut aus. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) geht davon aus, dass 50% der Weltbevölkerung diese Bakterien in sich tragen. Besonders betroffen sind die Entwicklungsländer, bei denen es an Hygiene und gesunder Ernährung mangelt. In Deutschland haben sich nach Schätzungen wohl etwa 35% der Menschen mit diesem Bakterium infiziert. An Magenkrebs erranken in etwa 19500 Menschen pro Jahr in Deutschland. Warum nicht alle Menschen, die diese Bakterie in sich tragen an Magenkrebs erranken, sondern nur manche ist nach wie vor ungeklärt.

Eine andere Ursache für die Entstehung von Magenkrebs ist eine falsche Ernährung. Für Menschen, die die Bakterie in sich haben und täglich rohes Fleisch essen steigt das Risiko beträchtlich. Ebenso wird zur Vorsicht bei stark gesalzenen Speisen und dunkel gegrilltem Fleisch aufgerufen. Dieses kann ebenfalls ein Magenkarzinom hervorrufen. Reichlicher Genuss von Obst und Gemüse scheint das Risiko einer Erkrankung zu senken. Ein übermäßiger Alkoholgenuss kann Magenschleimhautentzündungen verursachen, wenn diese chronisch werden, entstehen Magengeschwüre. Es scheint ein erhöhtes Risiko und Familien zu liegen, wo es bereits Erkrankte gibt. Ob das in den Erbanlagen liegt oder sich nur das Bakterium besonders schnell innerhalb einer Familie verbreitet ist noch ungeklärt.

Symptome für Magenkrebs sind beispielsweise Oberbauchschmerzen, häufiges Erbrechen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und eine besondere Abneigung gegen Obst, Gemüse, Alkohol, Kaffee oder Fleisch, weil diese Unwohlsein verursachen.
Oft haben diese Symptome harmlose Ursachen, aber eine Abklärung ist dennoch notwendig.

Zu den Untersuchungen auf ein Magenkarzinom gehört unter anderem eine Blutuntersuchung, da sich Tumormaker im Blut finden lassen, wenn ein Tumor vorliegt. Genauen Aufschluss gibt eine Magenspiegelung und bei Vorfinden von auffälligem Gewebe eine Biopsie. Im Anschluss kann dann über Ultraschall, Computertomografie oder Röntgen festgestellt werden, wieweit der Krebs sich ausgebreitet hat.

Eine Heilung ist nur dann möglich, wenn die beschädigten Zellen komplett entnommen werden. Deswegen wird in den meisten Fällen eine Operation durchgeführt. Ob Teile des Magens, der komplette Magen oder eventuell noch angrenzende Organe entfernt werden müssen, hängt immer vom Tumor selbst und seinem Stadium ab. Eventuell schließt sich an die Operation eine Chemotherapie an, wenn der Tumor nicht komplett entfernt werden konnte.

Wem der Magen entfernt wurde, muss danach eine Ernährungsumstellung mit Hilfe von Fachpersonal durchführen. Oft geht ein hoher Gewichtsverlust mit der Operation einher. Dieser kann sich dann aber im Lauf der Zeit wieder stabilisieren. Da Beschwerden wie Müdigkeit, geringe Belastbarkeit, Atemnot oder Schmerzen auftreten können, ist eine engmaschige Nachsorge vonnöten.

Nov 27th, 2009 | By | Category: Krebs ,



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