Meditation – Glück und Wohlbefinden durch konzentrative Entspannung

Grundsätzlich lassen sich zwei Meditationsarten unterscheiden: die spirituelle Meditation, die meist in religiösem Rahmen praktiziert wird und/oder dem Erkenntnisziel unterliegt, und die konzentrative Meditation. Letztere dient im Wesentlichen der Gesundheitsförderung, der Stressbewältigung und dem Wohlbefinden. Bei dieser Methode zielt die positive Wirkung gleichermaßen auf Körper, Geist und Seele ab, welche gestärkt und /oder geheilt werden können.

Die Meditation blickt auf eine lange Tradition zurück. In Teilen Asiens wird sie bereits seit einigen Jahrtausenden praktiziert, Yoga hat sich aus der Meditation heraus entwickelt. In Europa erreichten Meditation und Yoga erst in den 1960er Jahren einen höheren Bekanntheitsgrad, da zu diesem Zeitpunkt fernöstliche Musik und Kultur in den westlichen Industriestaaten immer populärer wurden.

Durch Meditation können vor allem psychosomatische Beschwerden wie beispielsweise nervöse Magenprobleme, Schlaflosigkeit, Kreislaufbeschwerden (z. B. Bluthochdruck) und Depressionen gelindert werden. Gleichzeitig können Stress- und Spannungszustände abgebaut und die damit verbundenen Schmerzen wie z. B. Kopf- und Muskelschmerzen gebessert werden. Der Körper wird gelockert, Ängste und psychische Spannungen werden abgebaut sowie die gesamte Verfassung des Körpers verbessert. Man erreicht, dass der oft stressige Alltag mit einer inneren Ruhe bewältigt werden kann.

Grundvoraussetzung für erfolgreiches Meditieren ist eine absolute Gedankenkontrolle sowie totale körperliche Entspannung. Das ist oft gar kein einfaches Unterfangen, da es vielen Menschen nicht gelingt, sich von ihren Sorgen, Ängsten und Gedanken freizumachen. Es ist daher wichtig, seine Konzentration auf ein Objekt (Meditationsobjekt) zu richten. Das kann eine bestimmte Körperfunktion sein, wie z. B. die Atmung oder der Herzschlag, aber auch ein einzelnes Wort, welches ständig im Geist wiederholt wird. Dabei sollte der Blick ins „Leere“ gerichtet werden, sofern nicht die Augen geschlossen werden. Das Atmen sollte dabei unbewusst, tief und langsam geschehen. Es ist wichtig, dass der Körper während des Meditierens in einer festen, angenehmen und bequemen Stellung verharrt, damit der Körper nicht als störend wahrgenommen wird und anschließend keine Rücken- oder Kopfschmerzen auftreten. Ablenkende Nebenobjekte (z. B. Gedanken, Gefühle, Geräusche) erschweren gerade bei Anfängern die konzentrative Meditation. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich der Meditierende immer wieder neu auf das Meditationsobjekt einstellt und sich darauf konzentriert.

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Grundregeln für ein erfolgreiches Meditieren

  • Täglich sollte etwa eine halbe Stunde lang meditiert werden.
  • Der Ort des Meditierens sollte sorgfältig gewählt werden. Ruhe und Geborgenheit sind wichtig beim Meditieren, um in sich selbstversunken ruhen zu können und Abstand vom Alltag zu erreichen. So einen Ort findet man in der freien Natur oder auch in den eigenen vier Wänden. Ist man einmal geübt im Meditieren, kann das fast überall geschehen, z. B. am Arbeitsplatz, in der Bahn oder an der Kasse im Supermarkt. Dazu braucht aber unter Umständen mehrere Jahre Meditationserfahrung. Außerdem sollte der Ort, sofern er sich in einem geschlossenen Raum befindet, nicht zu warm und gut belüftet sein. Das vermindert die Gefahr des Müde- bzw. Schläfrigwerdens.
  • Es ist sehr ungünstig, unmittelbar nach einer Malzeit mit der Meditation zu beginnen. Ein zeitlicher Abstand von etwa einer halben Stunde zwischen Mahlzeit und Meditation ist optimal.
  • Auch die Kleidung, die während des Meditierens getragen wird, sollte bequem, angenehm zu tragen, nicht einengend und nicht zu warm oder zu kalt sein. Ist sie das nicht, wird die Konzentration und Wohlbefinden während des Meditierens empfindlich gestört.
  • Besonders für Anfänger empfiehlt sich die sogenannte „Mantram-Meditation“. Dabei wird ein Wort (Mantram), idealerweise eines ohne Bedeutung, um störende Gedanken und Assoziationen zu vermeiden, im Geist immer wieder wiederholt. Das geschieht zuerst für einige Minuten laut, später dann leise in Gedanken. Ist man meditationserfahrener, kann das Laute Sprechen des Mantrams weggelassen werden.
  • Am besten ist eine aufrechte Körperhaltung während der Meditation, z. B. beim Fersensitz oder auf einem Stuhl. Möchte man sich zum Meditieren hinlegen, ist dies auch möglich. Es besteht dabei jedoch die Gefahr, von Müdigkeit übermannt einzuschlafen.

Es bedarf einiger Übung und Disziplin, damit die konzentrative Meditation für das eigene Wohlbefinden richtig angewendet werden kann. Aber es lohnt sich allemal!

Dez 1st, 2010 | By | Category: Gesundheit, Körper ,



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