Menstruationsbeschwerden – Symptome, Ursachen, Hausmittel sowie Selbsthilfemaßnahmen

Die in einem Abstand von 26-35 Tagen immer wiederkehrende Regelblutung verursacht bei nicht wenigen Frauen mäßige bis starke Beschwerden, die etwa zwei bis drei Tage anhalten. So wie nicht jede Frau unter Menstruationsbeschwerden leidet, treten bei den betroffenen Frauen auch unterschiedliche Symptome auf. Sie reichen von Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen über Gewichtsabnahme bis hin zu psychischen Störungen. Die Gebärmutterschleimhaut produziert jeden Monat eine chemische Substanz (Prostaglandine), die für die Kontraktion des Gebärmuttermuskels verantwortlich ist. In Folge der Kontraktion werden Gewebe und Blut ausgetrieben. Ist der Prostaglandinspiegel hoch kann es zu Krämpfen kommen.

Welche Ursachen können den Beschwerden zugrunde liegen?

  • Schwankungen des Hormonhaushalts (z. B. Absetzen der Pille)
  • Seelische Anspannung, Stress
  • Einsetzen einer Spirale

Wie können Sie den Beschwerden während der Blutung vorbeugen?

  • Ernähren Sie sich während der Periode ausgewogen. Vermeiden Sie schwere, belastende Speisen und greifen Sie stattdessen auf vitaminreiche, leichte Kost, bestehend aus Obst, Gemüse, Fisch und Geflügel, zurück.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr an Magnesium, Eisen und Kalzium.
  • Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen sollten Sie viel trinken.
  • Vermeiden Sie übermäßige körperliche Anstrengung und sorgen Sie für regelmäßige Phasen der Entspannung und Ruhe innerhalb Ihres Tagesablaufs. Geeignete sportliche Tätigkeiten sind Radfahren, Gymnastik oder Walking.
  • Schlafen Sie ausreichend.

Mit folgenden Hausmitteln lassen sich die Beschwerden lindern:

  • Anwendungen mit ätherischen Ölen (z. B. Lavendel-, Melissen- oder Zedernöl) lösen psychische Verspannungen.
  • Verschiedene Heiltees lindern die Schmerzen und lösen Krämpfe, beispielsweise Andorntee, Eisenkrauttee, Frauenmanteltee, Gänsefingerkrauttee, Kamillentee.
  • Ein warmes Sitzbad mit Apfelessig wirkt wohltuend.
  • Wärme tut gut. Eine Wärmflasche, ein Heizkissen oder ein warmes Heublumen-, Kirschkern- oder Dinkelkissen eignen sich hierfür besonders.
  • Eine Kamillenauflage, d. h. Kamillenblüten in Wasser aufkochen, abseihen, ein Leinen- oder Baumwolltuch eintauchen und auf Unterbauch oder Rücken legen, wirkt schmerzlindernd.
  • Auch Baden (z. B. ein Lavendel-, Schafgarben- oder Rosmarinbad) entspannt und wirkt schmerzlindernd.
  • Moorpackungen aus der Apotheke schaffen Abhilfe. Nach der Anwendung ist eine Ruhephase einzulegen.

Um schwerere Erkrankungen auszuschließen ist es ratsam, bei anhaltenden Menstruationsbeschwerden einen Gynäkologen zu Rate zu ziehen. Dies gilt in besonderem Maße, wenn zu den allgemeinen Symptomen Fieber, Ausfluss und/oder Durchfall/Erbrechen auftreten.

Nov 30th, 2009 | By | Category: Körper ,



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