Mit der Pulsoximetrie durch den Alltag [Sponsored Post]

Es gibt Menschen, die aufgrund einer Krankheit Einschränkungen in ihrem Alltag hinnehmen müssen. Viele von ihnen sind zum Beispiel darauf angewiesen, sich tagtäglich zu beobachten und mittels bestimmter Geräte, wie eines Blutdruckmessers oder eben eines Pulsoximeters, zu kontrollieren. In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit der Pulsoximetrie, deren Einsatzmöglichkeiten im Alltag sowie ihrem Nutzen für den Freizeitsportbereich.

Die Pulsoximetrie mag noch nicht jedem ein Begriff sein. Gleichwohl finden sich in entsprechenden Geschäften und Onlinestores bereits viele Pulsoximeter, die speziell für den freizeitlichen Bereich konzipiert sind und an Gadgets wie Fitnesstracker oder eben »klassische« Pulsuhren erinnern. Es scheint also bloß eine Frage der Zeit zu sein, bis diese kleinen Geräte einen festen Platz im Bewusstsein der Öffentlichkeit gefunden haben werden. Aber wofür ist ein Pulsoximeter überhaupt gut und wie funktioniert die Pulsoximetrie eigentlich genau?

Die Funktionsweise der Pulsoximetrie

Der Sinn und Zweck der Pulsoximetrie ist die nichtinvasive Messung des Sauerstoffgehalts im Blut. Die handelsüblichen Geräte sehen heute aus wie kleine Clips, die man sich an die Fingerspitze oder das Ohrläppchen klemmen kann. Deren Funktionsweise ist dabei ziemlich einfach: Auf der einen Seite des Pulsoximeters befindet sich eine Lichtquelle, auf der anderen ein Lichtdetektor. Die Lichtquelle sendet nun infrarotes (940 Nanometer) sowie rotes Licht (660 Nanometer) durch, sagen wir, die Fingerkuppe. Da rotes, sauerstoffgesättigtes Blut vor allem rotes Licht und dunkles, sauerstoffarmes Blut infrarotes Licht aufnimmt, kann der im Gerät verbaute Computer die Sauerstoffsättigung des Blutes errechnen. Eine zentrale Operation dabei ist, die sogenannte »Hintergrundabsorption« (der Lichtanteil, der konstant vom Gewebe aufgenommen wird) von der »Spitzenabsorption« (der Lichtanteil, der zum Zeitpunkt des Pulsschlages aufgenommen wird) abzuziehen. Normal ist eine Sauerstoffsättigung von ca. 93-99 %.

Die Pulsoximetrie ist seit den 1980er Jahren ein absolutes Standardinstrument in der Medizin. Zuvor konnte der Blutsauerstoffgehalt nämlich nur per Untersuchung von Blutproben ermittelt werden. Dies hat jedoch viel länger gedauert, sodass ein Sauerstoffmangel oftmals zu spät erkannt wurde. Ein Sauerstoffmangel stellt sich nämlich schleichend ein und ist rein visuell erst wahrnehmbar, wenn eine sogenannte »Zyanose« bereits eingetreten ist, das heißt, wenn sich Haut und Schleimhäute blau gefärbt haben. Die Pulsoximetrie soll dabei helfen, einen Sauerstoffmangel frühzeitig zu erkennen.

Einsatz der Pulsoximetrie im Alltag

Es liegt auf der Hand, dass die Pulsoximetrie am häufigsten im medizinischen Bereich eingesetzt wird. Aber auch im Alltag wird sie vor allem von Patienten gebraucht, die Lungenprobleme haben bzw. Medikamente einnehmen, welche zu einem schleichenden Sauerstoffmangel führen können. Darin erschöpft sich der Einsatzbereich der Pulsoximetrie jedoch noch nicht. Tatsächlich wird sie ebenfalls immer mehr von Menschen genutzt, die nicht primär an einer Lungenkrankheit leiden oder eine bestimmte Medikation anwenden. Dies sind vor allem Bergsteiger, Extrem- und Profisportler sowie (Sport-)Piloten. Sie verwenden die Pulsoximetrie, da sie in großen Höhen große körperliche Belastungen auf sich nehmen und somit der Gefahr einer Höhenkrankheit vorbeugen möchten.

Die Verwendung der Pulsoximetrie reiht sich in einen Trend ein, der gemeinhin unter dem Terminus »Quantified Self« verhandelt wird. Allerdings, so muss man einschränkend hinzufügen, ist sie nicht bloß ein Instrument der selbstgenügsamen Selbstkontrolle, sondern erfüllt eine davon unabhängige, essentiellere Funktion. Nähere Informationen zur Pulsoximetrie können beim jeweiligen Hausarzt eingeholt werden.

Dez 2nd, 2018 | By | Category: Leben ,



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