Mittelohrentzündung (2) – Homöopathische und schulmedizinische Behandlung

Welche Symptome bei Kindern mit Mittelohrentzündung auftreten wurde bereits im ersten Teil behandelt (hier). Nun geht es hauptsächlich um die schulmedizinische und homöopathische Behandlung.

Besteht der Verdacht auf eine Mittelohrentzündung ist in jedem Fall der Arzt zu konsultieren! Dieser wird Ihnen folgende Medikamente besprechen.

  • Ob abschwellende Nasentropfen/-sprays zur besseren Belüftung des Mittelohrs beitragen ist umstritten und liegt im Ermessen der Eltern bzw. des behandelnden Arztes.
  • Ähnlich wissenschaftlich diskutiert ist die Verschreibung von Antibiotika im Falle einer Mittelohrentzündung. Oft kann das Immunsystem der Kinder die Krankheit selbst bekämpfen oder aber die Entzündung wurde durch Viren hervorgerufen, die nicht auf Antibiotika ansprechen. In diesen Fällen kann/sollte auf die Gabe von Antibiotika verzichtet werden. Sind die Kinder allerdings noch sehr klein (jünger als 3 Jahre) oder weisen einen schwereren Krankheitsverlauf auf, sollte auf Antibiotika zurückgegriffen werden.
  • Ein Paracetamolzäpfchen/-saft hilft bei Schmerzen, so dass das Kind nachts schlafen kann.
  • Wärme am Ohr wird meist als wohltuend empfunden.

Homöopathische Mittel können eine Mittelohrentzündung meist sehr gut heilen, wobei folgende Mittel im Vordergrund stehen:

  • Bei schnell steigendem Fieber und plötzlichen starken Schmerzen ist Aconitum angezeigt. Die Kinder sind unruhig, ängstlich und sehr durstig. Nach einigen Stunden muss ein anderes Mittel eingesetzt werden, da Aconitum nur im Anfangsstadium hilft.
  • Kommen zu heftigen Ohrenschmerzen und hohem Fieber noch ein gerötetes Gesicht und erweiterte Pupillen hinzu ist Belladonna das Mittel der Wahl.
  • Ist das betroffene Kind unzufrieden, jähzornig, leicht reizbar und neigt zu Wutausbrüchen wird Chamomilla verabreicht. Meist ist eine Wange rot und heiß, die andere dagegen blass und kühl.
  • Wenn das Kranke Kind jedoch anhänglich, still und weinerlich ist Pulsatilla das richtige Mttel. Das Kind hat keinen Durst und aus seinem Ohr kommt milder gelber bis grünlich gelber Ausfluss.

Wichtig ist, dass eine Mittelohrentzündung richtig behandelt wird. Als extrem seltene Folgeerkrankung kann es zu einer Hirnhautentzündung kommen, die durch Nackensteife, andauerndes Fieber sowie Bewusstseinstrübung angezeigt wird.

Sep 2nd, 2009 | By | Category: Homoöpathie, Krankheiten ,


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