Neurodermitis bei Kindern – Symptome, Ursachen, Krankheitsbild

In Deutschland leiden etwa drei bis vier Millionen Menschen unter Neurodermitis. Diese Erkrankung tritt vor allem bei Kindern, oft schon ab dem Säuglingsalter, auf. Ca.10-15 % der Kinder unter fünf Jahren sind von Neurodermitis betroffen. In vielen Fällen leidet nicht nur das betroffene Kind selbst unter der Krankheit, auch die Eltern und Geschwister, sprich die gesamte Familie, leiden mit.

Was ist Neurodermitis?

  • Hierbei handelt es sich um eine nicht ansteckende atopische Erkrankung der Haut. Als Atopie wird die familiär gehäuft auftretende Bereitschaft, an Neurodermitis, Asthma oder Heuschnupfen zu erkranken, bezeichnet.
  • Das bedeutet, dass zwar die Veranlagung zu Neurodermitis vererbt wird, jedoch weitere Faktoren für das Auftreten der Symptome ursächlich sind.
  • Besonders häufig sind Kinder von Neurodermitis betroffen. Zwar verschwinden die Symptome während des Heranwachsens in den meisten Fällen, dennoch kann aufgrund der Veranlagung die Krankheit jederzeit mehr oder weniger stark ausbrechen.
  • Bei Neurodermitikern ist die Barrierefunktion der Haut gestört, so dass Reizstoffe aus der Umwelt (z. B. Allergene) nicht abgewehrt werden.

Welche Symptome können bei Neurodermitis auftreten?

  • Rötung und Trockenheit der Haut
  • Ausgeprägter, oft quälender Juckreiz (Das daraus resultierende Kratzen führt zu Hautschäden wie z. B. Wunden oder Krusten, welche wiederum Eintrittsstellen für Keime bilden. Infolgedessen entstehen Entzündungen durch Infektionen mit Bakterien, Pilzen oder Viren, die wieder zu vermehrtem Juckreiz und somit zu verstärktem Kratzen führen. Dieser Teufelskreis wird auch als Juckreiz-Kratz-Zirkel bezeichnet.)
  • Milchschorf bei Säuglingen kann ein frühes Symptom der Erkrankung sein
  • Bei Kindern bis zu zwei Jahren sind besonders Wangen und Arm- sowie Kniestreckseiten befallen
  • Bei älteren Kindern sind typischerweise die Beugen betroffen
  • Verdickung der Haut
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Welche Ursachen liegen der Neurodermitis zugrunde?

  • Bei Menschen mit Neurodermitis ist die Barrierefunktion der Haut gestört, d.h. es besteht ein verminderter Lipid- bzw. Fettsubstanzgehalt der Hornschicht.
  • Dadurch kann mehr Wasser durch die Haut abgegeben werden, was zu Austrocknung und Infektionen führt, da die Haut anfälliger für Umwelteinflüsse ist.
  • Es wird angenommen, dass auch Störungen im Immunsystem an der Krankheitsentstehung beteiligt sind.
  • Neben der bereits erwähnten Veranlagung gibt es verschiedene Faktoren, die einen Krankheitsschub auslösen können. Dazu zählen z. B. Medikamente, Kosmetika, Hausstaubmilben, Stress, Nahrungsmittel oder Klimafaktoren.
Sep 14th, 2010 | By | Category: Krankheiten ,



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