Ohrenschmerzen (II) – Lindernde Maßnahmen und homöopathische Mittel.

Suchen Sie bei Ohrenschmerzen immer einen Arzt auf. Die folgenden Hausmittel und Homöopathika sollten mit ihm abgesprochen und unterstützend angewendet werden. Gleichermaßen können sie ihnen helfen, die Zeit bis zum Arztbesuch zu überbrücken und Ihnen Linderung verschaffen.

Folgende Maßnahmen und Hausmittel wirken schmerzlindernd:

  • Eine aufrechte Körperhaltung hilft, die Verbindungsgänge zwischen Rachen und Ohren zu entleeren. Während des Schlafens sollte mithilfe eines zweiten Kissens der Kopf höher gelagert werden.
  • Schlucken hilft, die Schmerzen wenigstens vorübergehend zu lindern. Es hilft, viel Flüssigkeit in kleinen Schlucken zu sich zu nehmen. Auch das führt zu einer Entleerung der Eustachischen Röhren.
  • Auf dieselbe Weise wirkt das Kauen eines Kaugummis, das Lutschen eines Bonbons oder, noch wirksamer, Gähnen.
  • Blasen Sie mit einem Fön (niedrigste Stufe) aus etwa 30 cm Entfernung warme Luft in das betroffene Ohr.
  • Warme Auflagen mildern die Beschwerden. Sehr warme, gekochte Kartoffeln oder Zwiebeln in ein kleines Leinensäckchen gegeben und aufs Ohr gelegt oder der warme Brei aus Heilerde und Wasser aufs Ohr gegeben wirken schmerzlindernd. Auch warmes Olivenöl, welches auf ein Tuch gegeben und aufs Ohr gelegt wird, eignet sich gut.
  • Eine Wärmflasche oder Rotlichtbestrahlungen erfüllen ebenfalls diesen Zweck.
  • Sind Sie ganz sicher, dass das Trommelfell unbeschädigt ist, können Sie zur Schmerzlinderung ein wenig Babyöl auf Körpertemperatur erwärmen und zwei bis drei Tropfen davon ins Ohr träufeln.
  • Vorübergehend können gängige Schmerzmittel wie Aspirin oder Paracetamol Erleichterung verschaffen. Natürlich nur, bis ein Arzt aufgesucht werden kann, z. B. in der Nacht.
Gesundheitstipps – Schauen Sie mal vorbei.

Auf folgende homöopathischen Mittel kann bei Ohrenschmerzen u. a. zurückgegriffen werden:

  • Treten die Schmerzen plötzlich und in der Nacht auf, besteht hohes Fieber und ist der Betroffene unruhig, ängstlich und sehr durstig, ist Aconitum das Mittel der Wahl.
  • Belladonna empfiehlt sich, wenn die Schmerzen plötzlich, heftig und klopfend auftreten, das Gesicht rot und die Pupillen erweitert sind. Gleichzeitig besteht hohes Fieber sowie eine gereizte Stimmung beim Betroffenen. Warme Auflagen verbessern die Beschwerden, während Berührung, Erschütterung und Kälte diese verschlechtern.
  • Bei stechenden Schmerzen mit hohem Fieber, welche durch Wärme, Berührung sowie nachmittags schlechter, durch Kälteeinwirkung jedoch besser werden, sollte Apis eingenommen werden.
  • Werden die blitzartig einschießenden oder krampfartigen Schmerzen durch Kälte (Wind, Wasser) hervorgerufen und treten vornehmlich rechtsseitig auf, hilft Magnesium phosphoricum.
  • Hepar sulfuris ist das richtige Mittel, wenn die heftigen stechenden Schmerzen durch Kälte verschlimmert werden, Schwerhörigkeit und Ohrenklingen sowie „Krachen“ beim Naseputzen auftreten und aus dem Ohr eitriger, scharfer sowie blutiger Ausfluss tritt. Durch Wärme werden die Beschwerden verbessert.

Welche Ursachen Ohrenschmerzen haben können und welche vorbeugenden Maßnahmen Sie ergreifen können, lesen Sie hier.

Nov 29th, 2009 | By | Category: Hausmittel, Homoöpathie ,



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2 comments
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  1. Sehr nützliche Hinweise. Klasse Artikel!

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