Panikattacken – Die Hölle im Alltag- Maßnahmen und Symptome
Wenn Panikattacken öfter auftreten kommt irgendwann die Angst vor der Angst. Die ständige Frage, wann die nächste Panikattacke kommt und wo sie einen überfällt, bestimmen das Leben und das Denken. Nicht selten kommt es zu „Selbstheilungsversuchen“ mit Alkohol, Schlaftabletten und Beruhigungsmitteln oder auch Drogen.
Panikattacken führen die Betroffen meist sehr schnell zum Arzt. Weniger weil sie sich der Tatsache bewusst sind worunter sie leiden, sondern eher weil sie fürchten eine lebensbedrohliche Krankheit zu haben, wie eine Herzerkrankung oder einen Tumor. Der Betroffene rennt von Arzt zu Arzt, ohne dass einer von ihnen eine organische Ursache für die Beschwerden feststellen kann. Bis ein Arzt die Patienten an einen Psychiater überweist vergehen mitunter Monate.
Welche Maßnahmen sollte der Betroffene ergreifen, wenn er unter solchen Symptomen leidet. Zuerst einmal einen Arzt aufsuchen und die Symptome schildern. Es ist von Medikamenten ohne ärztliche Verordnung abzuraten.
- Man sollte bei einer Panikattacke Nikotin und Alkohol zur Beruhigung vermeiden. Sie schaden mehr als sie nutzen.
- Langsames Bewusstes Atmen senkt die hohe Pulsfrequenz und vermindert das Herzrasen.
- Da durch eine Panikattacke sehr viel Energie verbraucht wird, sollte man eine Kleinigkeit essen.
- Die körperlichen Symptome einer Panikattacke sind sehr unangenehm, aber ungefährlich, also nicht dagegen Ankämpfen.
- Man muss versuchen seine Gedanken zu kontrollieren, bei Herzrasen und Brustschmerzen nur an Herzinfarkte zu denken, lässt den Körper falsche Signale aussenden.
- Positives Denken ist wichtig in dieser Situation. Man sollte sich immer wieder sagen.
Es ist eine Panikattacke. Niemand fällt bei einer Panikattacke in Ohnmacht. Niemand stirbt bei einer Panikattacke. Es fühlt sich nur schlecht an. Sie geht gleich wieder vorbei, wie die letzte Attacke. Ich muss mir keine Sorgen machen, ich bin gesund.
Die gute Nachricht ist, dass Panikattacken sehr gut therapierbar sind. Verhaltenstherapie zeigt sehr große Erfolge bei der Behandlung von Panikattacken. Viel körperliche Bewegung ist wichtig. Unterstützend werden Panikattacken mit Psychopharmaka (Antidepressiva) behandelt.
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