Prostatakrebs – häufigster Tumor beim Mann

Mittlerweile, so schätzt man wohl, ist Prostatakrebs der häufigste Tumor bei Männern in Deutschland. Die Prostata ist eines der drei inneren Geschlechtsorgane des Mannes und befindet sich unterhalb der Blase. Beim Prostatakrebs bildet sich ein Tumor in der Prostata. Solange er sich ausschließlich dort befindet, ist er sehr gut behandelbar. Die Heilungschancen liegen bei über 90%.

Je eher man einen solchen Tumor entdeckt, umso größer sind die Chancen der Heilung. Im Anfangsstadium der Erkrankung gibt es nahezu keine Symptome. Deswegen wird Männern ab 45 Jahren eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung empfohlen. Da ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs vorliegt, wenn in der Familie (Vater oder Bruder) diese Erkrankung bereits aufgetreten ist, sollten diese Risikopatienten die Vorsorge sehr ernst nehmen und frühzeitig damit beginnen. Mit einer Blutuntersuchung können heute schon Tumore im sehr frühen Stadium festgestellt werden.

Prostatakrebs zeigt verschiedene Symptome, wenn diese auftreten ist die Krankheit jedoch meist schon fortgeschritten. Symptome, die für Prostatakrebs sprechen sind z.B. häufiger Harndrang, vor allem auch nachts, schwacher oder unterbrochener Harnfluss, Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen, Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit, Erektionsstörungen oder häufige Schmerzen im Lendenwirbelbereich, den Hüften oder Oberschenkeln.

Nur ein Arzt kann dann feststellen ob diese Symptome altersbedingt durch eine Vergrößerung der Prostata entstanden sind oder ob Prostatakrebs vorliegt.

Behandelt wird Prostatakrebs je nach Stadium der Erkrankung entweder mit einer Operation, wenn der Tumor noch innerhalb der Prostata liegt oder mit einer Hormon- oder Chemotherapie, wenn der Krebs bereits benachbartes Gewebe und Organe wie Blase, Lymphknoten oder Knochen mit befallen hat.

Bei der Operation wird nicht nur der Tumor sondern auch das benachbarte Gewebe mit entfernt. Die Methode der Operation ist aber mittlerweile soweit vorangeschritten, dass sie nerverhaltend und somit potenzschonend durchgeführt wird.

Alternativ zur Operation kann der Tumor auch mit einer Strahlentherapie behandelt werden, wenn der Betroffene oder der Arzt aufgrund der Nebenwirkungen lieber auf die Operation verzichten möchte. Diese Therapie dauert dann mehrere Wochen.

Nov 16th, 2009 | By | Category: Krebs ,



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