Risikofaktoren für Brustkrebs und Behandlung von Brustkrebs

Warum Brustkrebs entsteht ist bis zum heutigen Tag noch nicht vollständig geklärt. Aber es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die Brustkrebs begünstigen können. Generell nimmt das Risiko an Brustkrebs zu erkranken ab dem 30. Lebensjahr bis zum 75. Lebensjahr stetig zu.

Wenn Verwandte 1. Grades (Mutter oder Schwester) bereits an Brustkrebs erkrankt sind, ist das Risiko etwa 3mal so hoch ebenfalls an Brustkrebs zu erkranken, als bei Frauen die in ihrer Familie keine solchen Fälle haben. Ebenfalls statistisch mehr gefährdet sind Frauen die spät oder gar keine Kinder gebären. Brustkrebs wird ebenfalls begünstigt, wenn schon andere Krebserkrankungen vorgelegen haben. Auch Frauen mit deutlichem Übergewicht und fettreicher Ernährung neigen eher zu dieser Erkrankung. Auch eine früh einsetzende Regelblutung oder spät beginnende Wechseljahre steigern das Risiko. Wenn während der Wechseljahre eine länger andauernde Hormonersatztherapie stattfindet, um eine Linderung der Wechseljahresbeschwerden zu erreichen, steigt das Risiko für eine Brustkrebserkrankung.

Wenn Brustkrebs diagnostiziert wurde, folgt in der Regel als erstes eine lokale Therapie. Das heißt, es wird bei einer Operation der Tumor entfernt. Dabei werden gleichzeitig auch die Lymphknoten in den Achselhöhlen untersucht. Sind diese befallen, werden sie ebenfalls entfernt.

Viele Frauen fürchten, dass sie bei einer solchen Operation ihre Brust komplett verlieren. Das ist statistisch wohl aber nur bei einem von drei Fällen der Fall. In zwei von drei Fällen kann die Brust erhalten werden.
Nach der Operation wird anhand der Befunde festgestellt, welche weiteren Therapien notwendig sind. Dabei gibt es verschiedene Therapien wie Bestrahlung, Chemotherapie und Antihormontherapie.

In den meisten Fällen erfolgt eine Bestrahlung nach der Operation. Diese dauert in der Regel mehrere Wochen. Durch die Bestrahlung sollen Rückfälle verhindert werden. Auch wenn bereits Metastasen aufgetreten sind, können diese bestrahlt werden, um sie einzudämmen. Nebenwirkungen einer Bestrahlung können Kopfschmerzen, Übelkeit und Müdigkeit sein.

Bei einer ungünstigen Prognose oder bei jüngeren Frauen wird oft eine Chemotherapie vorgeschlagen. Ungünstige Prognosen liegen vor, wenn der Tumor besonders aggressiv ist oder sich bereits Tochtertumore gebildet haben. Oft werden dabei Medikamente eingesetzt, die die Zellteilung hemmen. Dies betrifft aber nicht nur die kranken Zellen, sondern auch die gesunden. Die Chemotherapie erfolgt in 3 bis 6 Zyklen, zwischen denen dann bis zu vier Wochen Behandlungspause liegen, damit der Patient sich erholen kann. Nebenwirkungen der Chemotherapie sind Übelkeit, Erbrechen, Haarausfall, Infektionen, Schleimhautprobleme, Müdigkeit und eine stark Verminderung der weißen und roten Blutkörperchen.

Wenn das Wachstum der Krebszellen hormonabhängig ist, wird die Antihormontherapie eingesetzt. Dabei wird die Östrogenproduktion gehemmt oder ausgesetzt, so dass Wachstum der Krebszellen gehemmt oder gestoppt wird. Das Medikament muss über einen Zeitraum von 5 Jahren eingenommen werden. Das Medikament Tamoxifen kommt dabei am häufigsten zum Einsatz, zeigt aber erhebliche Nebenwirkungen. Mittlerweile wurde ein weitere Medikament entwickelt das weniger Nebenwirkungen aufweist und besser wirkt, Es wird aber auptsächlich bei Betroffenen im fortgeschrittenen Stadium eingesetzt.

Nov 14th, 2009 | By | Category: Krebs ,



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