Röteln – Symptome, Vorsorge und Komplikationen in der Schwangerschaft

Für Kinder stellt die Rötelinfektion eine harmlose Kinderkrankheit dar. Betroffen sind meist Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren. Verursacht wird de Infektion durch das Röteln-Virus, welches im Rachenraum in den Körper eindringt und so in das Blut gelangt. Übertragen wird der Virus durch Tröpfcheninfektion, die Inkubationszeit beträgt zwei bis drei Wochen. Über die Hälfte der betroffenen Kinder bemerken zumeist keine typischen Symptome. Das Gefährliche daran ist aber, dass durch sie andere Menschen angesteckt werden können. Besonders riskant ist das für schwangere Frauen, da eine Rötelinfektion für das ungeborene Kind eine ernste Bedrohung darstellt. Aus diesem Grund wird die gut verträgliche Röteln-Impfung dringend empfohlen.

Typische Symptome eine Rötelinfektion sind:

  • Etwa die Hälfte der Betroffenen merkt nichts von der Infektion, d.h. es treten keinerlei Krankheitszeichen auf.
  • In einigen Fällen tritt leichtes Fieber auf.
  • Es kommt zu einem hellroten Hautausschlag, der feinfleckig ist und hinter den Ohren beginnt. Dann breitet sich der Ausschlag von oben nach unten über den gesamten Körper aus. Nach etwa einer Woche bildet er sich in umgekehrter Reihenfolge zurück.
  • Seltener schwellen die Lymphknoten vor allem hinter den Ohren und am Nacken an.

Für Kinder ist eine Rötel-Infektion harmlos. Anders sieht es jedoch bei Schwangeren bzw. ihren ungeborenen Kindern aus. Für sie sind Röteln sehr gefährlich!

  • Infiziert sich eine Schwangere mit dem Röteln-Virus, wird das ungeborene Kind über das Blut angesteckt.
  • Besonders im frühen Stadium der Schwangerschaft kann das Kind schwere Schäden davontragen, z. B. Schwerhörigkeit/Taubheit, Sehbehinderung, Herzfehler und geistige Behinderung.
  • Selbst wenn die Schwangere selbst keinerlei Beschwerden hat, werden die Kinder in 50 % der Fälle geschädigt.
  • Einer Schwangeren, die selbst keinen ausreichenden Schutz gegen Röteln aufweist, wird nach Kontakt mit einem an Röteln erkrankten Kind in den ersten Tagen Immunglobuline gespritzt, um das ungeborene Kind zu schützen.
  • Vor einer Schwangerschaft sollte die Frau überprüfen, ob sie bereits Röteln gehabt hat und sich gegebenenfalls impfen lassen.

Um einer Rötelninfektion vorzubeugen, wird heute die gut verträgliche zweimalige Röteln-Impfung empfohlen.

Okt 29th, 2009 | By | Category: Krankheiten ,



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