Scharlach – Homöopathische und schulmedizinische Behandlung

Scharlach gehört wie etwa die Windpocken oder Masern zu den typischen Kinderkrankheiten. Jeder der regelmäßig sein Kind in die Kita bringt, wird sicherlich schon mal eine Mitteilung im Eingangsbereich gelesen haben auf der es heißt „Scharlach im Haus“. Als wäre Scharlach ein Handwerker auf dessen Besuch alle gewartet hätten. Was sind aber die typischen Symptome von Scharlach. Waas sieht die Behandlung im schulmedizinischen und homöopathischen Bereich aus? Hier sind die wichtigsten Fakten zur Kinderkrankheit.

Verursacht wird der Scharlach durch einen bestimmten Typ von Streptokokken-Bakterien. Diese Bakterienart ist auch für die Angina verantwortlich nur mit dem Unterschied, dass die Scharlach-Streptokokken ein Toxin absondern, das den typischen Hautausschlag auslöst. Wie eine normale Angina wird der Scharlach über Tröpfcheninfektion verbreitet, weshalb eine ganze Kita-Gruppe schnell infiziert ist.

Folgende Symptome treten bei Scharlach auf:

  • Die Krankheit beginnt plötzlich mit schnell steigendem Fieber (teilweise über 40 ° C) und Schüttelfrost.
  • Kleinkinder klagen oftmals über Bauchschmerzen und erbrechen sich teilweise sogar.
  • Der Hals- und Rachenbereich ist anfangs hochrot und die Zunge sowie die Mandeln sind gelblich belegt. Etwa ab dem dritten Tag verschwinden die Beläge und die typischen verdickten Zungenknospen treten hervor. Es entsteht die „Erdbeer- oder Himbeerzunge“.
  • Gleichzeitig mit der „Erdbeerzunge“ bildet sich der Hautauschlag mit dichten, leicht erhabenen und stecknadelgroßen Flecken.
  • Der Ausschlag beginnt in der Achsel- und Leistenregion und kann sich auf den ganzen Körper ausbreiten. Die Haut um den Mund ist blass und bleibt typischerweise vom Ausschlag unberührt. Es sieht so aus als hätte das Kind einen „Milchbart

Wie wird der Arzt die Windpocken (auf schulmedizinische Art und Weise) behandeln?

  • Typischerweise wird der Arzt Antibiotika wie beispielsweise Penicillin verschreiben und darauf drängen, dass die volle Behandlungsdauer mit dem Medikament eingehalten wird. Dies liegt daran, dass die Antibiotika schnell Linderung verschaffen, so dass sich das Kind nach zwei Tagen schon besser fühlt. Um Spätfolgen zu vermeiden, ist es aber notwendig die Tabletten etwa 10 Tage einzunehmen.
  • Um das Fieber und die Halsschmerzen abzudämpfen, wird häufig Paracetamol verabreicht.
  • Um Spätfolgen auszuschließen, kann zwei Wochen nach der Erkrankung eine Urinuntersuchung durchgeführt werden.

Homöopathische Mittel sollten, wenn gewünscht nur begleitend gegeben werden. Scharlach gehört aufgrund der Risiken (wie z. B. Herz- und Nierenerkrankungen) zu den Krankheiten, die vom Arzt behandelt werden sollten. Die Homöopathie unterstützt aber den Heilungsprozess und lindert die Beschwerden.

  • Mittel der ersten Wahl ist Belladonna um das Fieber und den Ausschlag zu bekämpfen. Belladonna kann auch vorbeugend eingesetzt werden, um den Krankheitsverlauf zu verhindern oder zumindest abzulindern.
  • Als Hauptmittel ebenfalls geeignet sind Apis und Lachesis.
  • Ein kräftiger Hautausschlag wird als gutes Zeichen interpretiert, da dann Komplikationen seltener sind. Sulfur hilft, wenn der Ausschlag nicht richtig „herauskommen“ will.
  • Bei trockenem Hals mit starken Schluckschmerzen (mit Ausstrahlung bis in die Ohren) hat sich Phytolacca bewährt.

Sie sollten auf jedem Fall die Risiken (Erkrankung der Nieren und des Herzens) beachteten, die ein verschleppter Scharlach verursachen kann. Gehen Sie deshalb unbedingt zum Arzt und kurieren Sie die Krankheit gründlich aus.

Buchtip zu den Themen Homoöpathie und Kinderkrankheiten:

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Aug 26th, 2009 | By seeppoo | Category: Homoöpathie, Krankheiten ,

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