Schweinegrippe Impfung – Wie gefährlich ist sie wirklich?

Es vergeht derzeit kein Tag, an dem es nicht neue Meldungen zu der Schweinegrippe gibt. Nach monatelangem Warten auf den Impfstoff, scheint die Forschung der Pharmazeuten Früchte zu tragen und ein passender Impfstoff gegen den H1N1-Virus gefunden worden zu sein. Die Bundesregierung drängt vehement auf eine baldige Massenimpfung. Die Finanzierungsfragen sind zwar noch nicht restlos geklärt, aber alle scheinen sich einig zu sein, dass eine Pandemie viel größere finanzielle Auswirkungen hätte. Neben den Erfolgsmeldungen gesellen sich aber nun auch kritische Unkenrufe. Die Kritiker verweisen dabei auf eine ähnliche Situation in den 70er Jahren.

Schweinegrippe Impfung löst Guillain-Barré-Syndrom aus

In den USA hatten sich damals Grippeerkrankungen gehäuft, die die Soldaten aus Vietnam mit einschleppten. Es handelte sich ebenfalls, um einen H1N1-Virus, der als asiatische Schweinegrippe bezeichnet wurde. Da die Grippe sich rasch ausbreitete und man Angst vor einer Pandemie hatte, veranlasste die US-Regierung eine Massenimpfung. Dies hatte fatale Folgen. Nach der Impfung erkrankten in kürzester Zeit etwa 500 Personen an dem Guillain-Barré-Syndrom. Dies ist eine Nervenentzündung eines Teils des Rückenmarks, welche Lähmungserscheinungen hervorruft. Üblicherweise beginnt die Lähmung in den Beinen und breitet sich dann bis hin zur Atemlähmung aus. Bei besonders schweren Fällen kommt es zur kompletten Lähmung des Körpers, während der Betroffene aber bei vollem Bewusstsein ist. Bei etwa 5% der Erkrankten verläuft das Guillain-Barré-Syndrom tödlich. Die US-Behörden stellten die Impfungen nach etwa 10 Wochen wieder ein. 25 Menschen starben damals direkt an den Folgen der Impfung. Für viele weitere Erkrankte bedeutete das Guillain-Barré-Syndrom dauerhafte Funktionsstörungen.

Das sagen die Schweinegrippe Impfung Kritiker

Was hat sich aber seitdem geändert. Nicht viel, meinen die Kritiker. Der neue Impfstoff soll Ähnlichkeiten mit dem damaligen Produkt aufweisen. Die Befürworter halten aber dagegen und betonen, dass sich die medizinische Forschung seit damals weiterentwickelt habe. Außerdem werden bei Grippeimpfstoffen inzwischen besonders auf das Guillain-Barré-Syndrom geachtet. Die Kritiker aber verweisen auf die viel zu kurze Erprobungszeit, die ein Aufdecken von Nebenwirkungen auf den Zufall beschränke.

Wer am Ende Recht behält, wird die Geschichte klären müssen. Dem Einzelnen im Jetzt ist damit aber nicht geholfen. Die Schweinegrippe ist in ihrem Krankheitsverlauf derzeit noch relativ milde. Eine risikoreiche Impfung wäre also nicht gerechtfertigt. Die Experten befürchten aber, dass zur kommenden Grippezeit ein mutierter Virenstamm auftauchen könne, dessen Gefährlichkeit sehr viel höher ist. Aus dieser Sicht erscheint eine Impfung also ratsam. Es gibt nur die zwei Wege: Impfen oder Nicht-Impfen. Aber die Entscheidung muss jeder für sich allein finden.

Aug 20th, 2009 | By | Category: Impfung, Krankheiten ,


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