Schweinegrippenimpfung (H1N1) – Das Megaprojekt startet im Herbst!

Die Schweinegrippewelle rollt. Inzwischen sind etwa 13.000 Bundesbürger an dem H1N1-Virus erkrankt. Und jeden Tag werden es mehr. Aber nach dem bloßen Zusehen über die täglich steigenden Zahlen, dem Dramatisieren und Dementieren der Pandemiegefahr und dem Forschen in den stillen Kämmerleins der Pharma-Konzerne ist nun die Zeit reif für den Gegenschlag. Einer globalen Riposte gigantischen Ausmaßes – der Impfwelle.

Schweinegrippe – größte Impfaktion

Es wird wohl die größte Impfaktion seit dem Bestehen der Bundesrepublik werden. Der Startschuss dafür wird im Oktober erwartet, obwohl ein genauer Termin noch nicht bekannt gegeben werden konnte. Dies liegt daran, dass die Pharma-Unternehmen noch nicht genau sagen können, wann der Impfstoff im ausreichenden Maß bereitsteht. Geordert sind zunächst 25 Millionen Impfdosen, um alle Risikogruppen zuerst zu schützen. Dazu gehören neben den Schwangeren, medizinischem Personal und chronisch Kranken auch die Mitarbeiter der Polizei und der Feuerwehr.

Wie viele Bundesbürger sich aber tatsächlich impfen lassen, ist derzeit aber nicht abschätzbar. Die wichtigsten Einflussfaktoren hierfür sind die Antworten auf zwei Kernfragen:

  1. Wie schwer wird die Grippewelle?
  2. Wird es Meldungen über schwere Nebenwirkungen der Schweinegrippe Impfung geben?

Über den weiteren Verlauf der Grippe kann nur gemutmaßt werden. Das Robert-Koch-Institut erklärt dazu Folgendes:

Im Unterschied zu den gut charakterisierten saisonalen Influenzaviren ist die weitere Entwicklung des neuen Erregers nicht bekannt. In früheren Pandemien gab es häufig eine zweite, schwerere Welle.

Über die Nebenwirkungen wurde bereits in verschiedenen Medien spekuliert. Man scheint sich aber einig zu sein, dass Kopfschmerzen und Schwellungen sehr viel häufiger sein werden als bei sonst üblichen Grippeimpfungen.

Impfung in der Schweiz

Die Schweiz geht in ihrer Planung so weit, dass sie sich auf die Impfung von 80 % der Bevölkerung einstellt. Diese Zahl wird von Experten als sinnvolle Größe angesehen, wenn es zu einer Zunahme an schweren Erkrankungen kommt. Damit sprechen wir von 60 Millionen Impfungen allein in Deutschland. Um dieses Mammutprojekt überhaupt fassen zu können, soll eine kleine Rechnung helfen. Wenn ein Arzt alleine die Impfung durchführen müsste und dieser etwa 10 Sekunden pro Impfung benötigt, müsste dieser Arzt über 19 Jahre ununterbrochen spritzen – und alles ohne Pause.

Glücklicherweise gibt es aber mehr als einen Arzt.

Aug 24th, 2009 | By | Category: Impfung, Krankheiten ,


Themenrelvante Beiträge auf leben-mit-gesundheit.de:
Tags: , , , , , ,

Leave Comment

You must be logged in to post a comment.