Sport hilft bei Brustkrebs.

Mit sportlichen Aktivitäten Brustkrebs vorbeugen oder gar bekämpfen, hört sich unglaublich an. Zu diesem Ergebnis aber sind Krebsforscher aus den USA, genauer gesagt der Harvard Medical School in Boston, gekommen. Den Ergebnissen ihrer Studien nach, haben an Brustkrebs erkrankte Frauen eine doppelte so hohe Überlebenschance, wenn Sie regelmäßig Sport treiben. Die Mediziner gaben eine empfohlene Intensität von 3 bis 5 Stunden wöchentlich an. Geeignet sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Nordic Walking oder Joggen. Entsprechend der Studien hat eine höhere Trainingsdauer als 5 Stunden keinen Effekt mehr auf die Krebs bekämpfende Wirkung.

Bei den sportlichen Aktivitäten werden keine Höchstleistungen erwartet. Denn genauso wichtig wie die Regelmäßigkeit ist die Trainingsintensität. Positive Auswirkungen haben demnach nur leichte bis mittlere Trainingsintensitäten also im aeroben Bereich.

In der Sportmedizin gehören die Begriffe „Aerob“ und „Anaerob“ seit langen zur Beschreibung von Trainingsabläufen. Denen, die sich nicht so oft mit dieser Materie beschäftigen, sei folgendes gesagt: Der aerobe Trainingsbereich zeichnet sich durch einen mittleren Puls und eine ruhige Atmung aus. Die Atmung bringt genug Sauerstoff in den Körper, um die Zellen mit ausreichend Sauerstoff zu versogen. Steigt nun die Anstrengung beginnt der Puls zu steigen. Die Muskelzellen benötigen aufgrund der höheren Leistung mehr Sauerstoff als die Lungen aufnehmen können. Der Körper kommt in eine Notsituation. Dies äußert sich durch flache, schnelle Atmung sowie Herzrasen. Die Körperzellen erleiden einen sogenannten oxyidativen Stress. Die Zellen sind nun anfälliger für freie Radikale, die die Zellen nachhaltig schädigen können.

Bei jeder Trainingseinheit sollten Sie darauf achten, dass Sie mindestens 20 Minuten im aeroben Bereich sind. Der Körper wird dann nachhaltig besser mit Sauerstoff versorgt und das Immunsystem angeregt, das dann wiederum effektiver die Krebszellen angreifen kann. Aber auch die negativen Begleiterscheinungen einer Krebstherapie können durch Sport gelindert werden. So klagen viele Krebspatienten über das chronische Müdigkeitssyndrom, welches durch Bewegung milder ausfällt.

Wenn bei der Krebsnachsorge dann auch noch auf eine fettarme Lebensweise umgestellt wird, so kommt es gemäß amerikanischen Forschern zu einer geringeren Rückfallquote. Bei Frauen, die an hormonsensiblen Tumoren litten, konnte das Risiko um etwa 24% reduziert werden. Bei nicht hormonsensiblen Tumoren waren die Ergebnisse noch überraschender. Das Rückfallrisiko reduzierte sich um 42 %.

Okt 17th, 2009 | By | Category: Gesundheit, Krebs ,



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