Sucht – Kokain, Cannabis, Ecstasy, Schnüffeln – ihre Symptome und Folgen

Beim Kokain entsteht eine psychische aber keine körperliche Abhängigkeit. Wenn der Rausch des Kokains verflogen ist, setzt ein depressives Stadium mit Angst ein. Um den Zustand zu beenden bekommt der Betroffene das Verlangen nach mehr. Der Dopaminstoffwechsel wird beeinflusst und es entstehen Leistungssteigerung, Enthemmung und Überaktivität. Bei häufigem und regelmäßigem Kokainmissbrauch sind Potenzstörungen, Herzrasen, Halluzinationen und Verfolgungswahn häufige Symptome.

Cannabis ist die Droge, die unter den Jugendlichen am weitesten verbreitet ist. Cannabis wird meistens geraucht und macht psychisch aber nicht körperlich abhängig. Wirken tut es unterschiedlich. Entweder kann es die Stimmung heben und entspannen, oder es kann Angst und Panik auslösen. Die Folgen von dauerhaftem Missbrauch können Passivität, Antriebslosigkeit und Nachlassen der Gedächtnisleistung sein.

Zu den Amphetaminen gehört zum Beispiel Ecstasy. Es handelt sich um synthetisch hergestellte Drogen. Durch Ecstasy wird die Funktion der Neurotransmitter im Gehirn gestört. Amphetamine machen psychisch aber nicht körperlich abhängig. Schäden die dabei entstehen können sind Auskühlen oder Überhitzung, weil der Körper seine Temperatur nicht mehr allein regeln kann und Bewusstlosigkeit. Folgen von Amphetaminmissbrauch sind Leber- und Nierenstörungen, Krampfanfälle oder auch Hirnblutungen. Es gibt keine Entzugssymptome.

Beim Missbrauch von organischen Lösungsmitteln handelt es sich meist um das Inhalieren (Schnüffeln) von Klebstoff, Lacken oder Lösungsmitteln. Psychische Abhängigkeit tritt relativ schnell ein. Eine körperliche Abhängigkeit kommt aber nicht vor. Körperliche Folgeschäden können Herzrhythmusstörungen, Leber- und Nierenschäden, Nervenschäden und vor allem auch die Schädigung der Atemwege sein.

Halluzinogene sind teils synthetisch teils pflanzlich (Pilze, Kakteen). Es besteht eine sehr hohe psychische Abhängigkeit. Sehr wahrscheinlich ist, dass bei häufigerem Konsum die Dosis erhöht werden muss. Es bildet sich aber keine körperliche Abhängigkeit. Es kommt sehr oft zu Angstanfällen, Halluzinationen, ekstatischen Zuständen und Delirien. Als körperliche Reaktionen können Übelkeit, erhöhter Puls und erhöhter Blutdruck auftreten. Zu den Halluzinogenen gehört auch LSD.

Okt 19th, 2009 | By | Category: psychische Erkrankungen ,



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