Verringerung der Ausbreitung von Schweinegrippe durch Schließung von Schulen

Wie wäre es denn mal mit Schweinegrippeferien. Inder spielen bei der Verbreitung des H1N1 Virus eine sehr entscheidende Rolle, da sie besonders engen Kontakt zu anderen Personen haben als Erwachsene und auch nicht so sehr auf die Hygiene achten wie ein Erwachsener. Forscher haben Daten erhoben, aus denen sie schließen, dass die Ausbreitung der Schweinegrippe um wohl 21% verringert werden könnte, wenn Schulen geschlossen werden. Dazu haben Wissenschaftler der belgischen Universität Antwerpen Daten aus England, Wales, Finnland, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Luxemburg, Polen und Belgien untersucht und ausgewertet.
Es wurde dabei festgestellt welche Auswirkung die Schließung von Schulen auf die Anzahl der Kontakte zwischen den Menschen hat.

Die Schließung von Schulen würde den Kontakt der Menschen um bis zu 10% verringern. „Verringert sich die Möglichkeit für Kontakte, wäre das ein großer Vorteil im Falle einer Pandemie“, erklärt Niel Hens, der Leiter des Wissenschaftlerteams.
Allerdings ist sich das Wissenschaftlerteam durchaus darüber klar, dass die Kosten die mit einer solchen Schließung der Schulen einhergehen, dem Vorteil daraus gegenübergestellt werden muss.

In Deutschland sind in den letzten Wochen schon einige Schulen geschlossen worden, weil eine hohe Anzahl an Kindern, an dem H1N1 Virus erkrankt sind. In Hessen wurden schon 13 Schulen vorübergehend geschlossen, in Berlin zwei Schulen, in Sachsen Anhalt 6 Schulen. In Thüringen hat es seit Anfang November in 3 Klassen kompletten Unterrichtsausfall gegeben, ebenso in Rheinland Pfalz wo mehrere Klassen betroffen waren. In Hamburg waren einige Klassen aus 9 Schulen betroffen.

Doch wir befinden uns ja erst in der Anfangszeit der kalten und nassen Jahreszeit. Es gibt allerdings auch Meinungen, dass eine Schulschließung nur dann Sinn machen würde, wenn auch alle außerschulischen Kontakte eingestellt werden. Wenn dies nicht der Fall ist, sei auch eine Schulschließung unsinnig. Niedersachsen beispielsweise rät von Schul- und Kitaschließungen ab, da die bisher aufgetretenen Krankheitsverläufe sehr mild waren. Ausnahmen seien nur bei Risikogruppen wie zum Beispiel Behinderten zu machen.

Es wird vor allem drauf hingewiesen, dass erkrankte Kinder nicht zu frühzeitig wieder in die Schule geschickt werden, sondern sich richtig auskurieren sollen.
Sieht also erstmal nicht danach aus, als würde es zusätzliche Ferien geben.

Nov 27th, 2009 | By | Category: Allgemein, Gesundheit ,



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