Wie entsteht eine Depression?

Eine Depression ist eine Krankheit! Weder falsches Denken, Fühlen oder Handeln ruft sie hervor. Sie kann Tage, Wochen, Monate oder auch Jahre dauern. Die Krankheit tritt auf, wenn der Gehirnstoffwechsel gestört ist. Liegt ein Mangel an Serotonin vor, verursacht das eine Depression.

Serotonin

Serotonin ist der Botenstoff im Gehirn, der für den Informationsaustausch zwischen den Zellen im Gehirn verantwortlich ist. Er beeinflusst Schlaf, Antrieb und Wohlbefinden. Ist der Serotoninhaushalt gestört, sind es meist die drei Dinge, die dem Betroffen zuerst fehlen.

Serotonin wird hauptsächlich in den Sommermonaten und bei Helligkeit gebildet. Die Bildung des Serotonin wird durch Sonnenschein, oder auch sehr helles Licht angeregt. Liegt eine Störung des Serotoninhaushalts vor, reichen aber allein ausgiebige Sonnenbäder nicht aus. Menschen die zu Depressionen neigen sind vor allem in den Wintermonaten anfälliger, weil das natürliche Licht nur wenige Stunden vorhanden ist. Man kann das Serotonin kurzfristig im Körper erhöhen, indem man dem Körper Zucker und Stärke zuführt. Wenn man kohlenhydratreiche Nahrung zu sich nimmt, wandelt der Körper diese zu einem großen Teil in Glucose um, dadurch wird mehr Insulin produziert, Insulin erhöht den Tryptophanspiegel und Tryptophan wird zu Serotonin.

Symptome von Depressionen

Depressionen werden nach ihrem Schweregrad eingeteilt. Dieser und auch der Verlauf der Krankheit können sehr unterschiedlich sein. Je länger die Symptome vorhanden sind und je komplexer sie sind, umso schwerwiegender kann die Depression sein. Depressionen können auf verschiedenen Ebenen auftreten. Auf der emotionalen: gekennzeichnet z.B. durch Gefühllosigkeit und Trübsinn. Auf der Ebene der Motivation, so dass man unfähig ist Entscheidungen zu treffen und antriebsschwach ist. Manche sind im Denken beeinträchtigt und neigen zu starkem Grübeln. Auf der Verhaltensebene zeigen sich Angstzustände oder rast- und ruheloses Auftreten. Auch körperliche Beschwerden zeigen sich verstärkt, wie z.B. Erschöpfung und Rückenprobleme. Ebenso kann es zu Appetit-, Schlaf- und Verdauungsstörungen kommen. Nicht alle diese Ebenen müssen gleichzeitig betroffen sein, aber meist zeigt sich, dass die Krankheit über mehr als eine Ebene hinausgeht.

Ursachen von Depressionen

Ursachen die zu einer Depression führen können ganz verschiedene sein. Als Beispiele seien an dieser Stelle erstmal nur Stress, traumatische Erlebnisse, Vererbbarkeit, schwere Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten angeführt. Die Ursachenpalette ist weit gefächert. In den meisten Fällen der Depression hat der Betroffene nicht durch seinen Lebensstil dazu beigetragen.

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Sep 30th, 2009 | By | Category: psychische Erkrankungen ,



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