Wie erkenne ich eine Depression?
Dr. Ralf Ihl, der Neurologe Prof. Diethard Müller und der Hausarzt Bernd Zimmer haben einen Fragebogen entwickelt um eine Depression leichter zu diagnostizieren. Sechs Fragen sollen klären, ob eine Depression vorliegen kann.
1. Sind Sie mit Ihrem Leben unzufrieden?
2. Fühlen Sie sich hilflos?
3. Fühlen Sie sich wertlos?
4. Sind Sie an Dingen weniger interessiert, die Ihnen früher Freude machten?
5. Bleiben Sie in letzter Zeit häufiger zu Hause, anstatt auszugehen?
6. Fiel es Ihnen schwer, die Fragen zu beantworten?
Schon wenn zwei der Fragen mit JA beantwortet werden, liegt nach Bernd Zimmer ein begründeter Verdacht auf eine Depression vor.
Jeder von uns kann diese Fragen beantworten und sollte seinen Hausarzt dann schnell darüber informieren und sich Hilfe holen. Wie die Hilfe aussehen kann, darüber kann der Hausarzt den Betroffenen dann informieren. Es gibt verschiedene Schweregrade der Depression und auch verschiedene Arten von Depressionen. Um dann effizient behandelt zu werden muss man einen Facharzt aufsuchen. Nicht immer sind Antidepressiva notwendig.
Da depressiv erkrankte Menschen sich oft aus ihrem sozialen Umfeld zurückziehen, weil Depressionen gesellschaftlich als Krankheit noch nicht so anerkannt sind, kann diese sich noch verschlimmern. Familie, Freunde und Arbeitskollegen können schon dadurch helfen, indem sie ihre Mitmenschen beobachten und wahrnehmen und bei Verdachtsmomenten in einem Gespräch auf eine mögliche Depression hinweisen. Denn der Betroffene selbst kann meist nicht selbst erkennen, wenn er auf eine Depression zusteuert.
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