Wie erkenne ich eine Depression?

Die Depression ist die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung in Deutschland. Mittlerweile sind nicht nur Erwachsene davon betroffen, sondern auch Jugendliche und Kinder. Schätzungen zufolge sind rund 4 Millionen Menschen in Deutschland an einer Depression erkrankt. Oft geht aber viel Zeit vorüber in denen sich die Betroffenen schlecht fühlen, körperliche Beschwerden haben, sich von der Außenwelt zurückziehen , bevor ein Arzt erkennt, was den Betroffenen fehlt und eine Behandlung erfolgen kann.

Jemand der an einer Depression erkrankt, hat oft einen Ärztemarathon hinter sich um die Symptome, die er hat behandeln zu lassen. Organisch kann nichts festgestellt werden, Schmerzen haben keine Ursache, Herz, Kreislauf und Lunge funktionieren einwandfrei. Und doch geht es dem Betroffenen ziemlich schlecht. Wer denkt schon gleich an eine Depression?!

Liegt eine Depression vor?

Dr. Ralf Ihl, der Neurologe Prof. Diethard Müller und der Hausarzt Bernd Zimmer haben einen Fragebogen entwickelt um eine Depression leichter zu diagnostizieren. Sechs Fragen sollen klären, ob eine Depression vorliegen kann.

1. Sind Sie mit Ihrem Leben unzufrieden?
2. Fühlen Sie sich hilflos?
3. Fühlen Sie sich wertlos?
4. Sind Sie an Dingen weniger interessiert, die Ihnen früher Freude machten?
5. Bleiben Sie in letzter Zeit häufiger zu Hause, anstatt auszugehen?
6. Fiel es Ihnen schwer, die Fragen zu beantworten?

Schon wenn zwei der Fragen mit JA beantwortet werden, liegt nach Bernd Zimmer ein begründeter Verdacht auf eine Depression vor.

Jeder von uns kann diese Fragen beantworten und sollte seinen Hausarzt dann schnell darüber informieren und sich Hilfe holen. Wie die Hilfe aussehen kann, darüber kann der Hausarzt den Betroffenen dann informieren. Es gibt verschiedene Schweregrade der Depression und auch verschiedene Arten von Depressionen. Um dann effizient behandelt zu werden muss man einen Facharzt aufsuchen. Nicht immer sind Antidepressiva notwendig.

Hilfe aus dem Umfeld

Da depressiv erkrankte Menschen sich oft aus ihrem sozialen Umfeld zurückziehen, weil Depressionen gesellschaftlich als Krankheit noch nicht so anerkannt sind, kann diese sich noch verschlimmern. Familie, Freunde und Arbeitskollegen können schon dadurch helfen, indem sie ihre Mitmenschen beobachten und wahrnehmen und bei Verdachtsmomenten in einem Gespräch auf eine mögliche Depression hinweisen. Denn der Betroffene selbst kann meist nicht selbst erkennen, wenn er auf eine Depression zusteuert.

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Sep 30th, 2009 | By | Category: psychische Erkrankungen ,



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