Wurmerkrankungen (1) – Symptome und vorbeugende Maßnahmen

Zwar ist der Befall durch Würmer in unseren Breiten aufgrund der guten hygienischen Bedingungen relativ selten, jedoch leiden gerade Kinder, die oft die Hände, Gegenstände oder „Dreck“ in den Mund stecken, darunter. Eine weitere Ursache ist der Verzehr von ungewaschenem Obst und Gemüse sowie von rohem bzw. unzureichend durchgegartem Fleisch. Infolgedessen kann es nämlich zur Ansiedlung verschiedener Wurmarten im Darm kommen. Dabei werden Madenwürmer, Spulwürmer und Bandwürmer unterschieden. Es gibt auch noch einige Wurmarten mehr, jedoch holt man sich die meist in fernen Ländern, weshalb sie hier in unseren Regionen nicht sehr verbreitet sind.

Mit den verschiedenen Wurmarten gehen unterschiedliche Beschwerden und Symptome einher:

  • Juckreiz, vor allem nachts, in der Analregion tritt bei Madenwürmern auf. Diese finden sich als fadenförmige, weißliche und ein bis zwei Zentimeter lange Würmer im Stuhl. Bei Mädchen kann sich die Scheidenregion entzünden.
  • Husten, Übelkeit, Bauchschmerzen sowie Durchfall treten bei Befall durch Spulwürmer auf, welche als regenwurmähnliche, graurosa und bis zu 25 cm lange Würmer im Stuhl zu finden sind.
  • Gewichtsabnahme und Bauchbeschwerden gehen mit dem Bandwurmbefall einher. Die bandnudelartigen Glieder des Schweine- oder Rinderbandwurms finden sich als etwa zwei Zentimeter große Teile im Stuhl.
  • Generell können ein schlechtes Allgemeinbefinden, Blässe, Appetitlosigkeit, Konzentrationsschwäche und/oder Schlafstörungen Begleiterscheinungen der oben genannten Beschwerden sein.

Wurmbefall kann durch vorbeugende Maßnahmen vermieden werden:

  • Hygiene ist das A und O bei der Vorsorge. Sorgen Sie für saubere und keimfreie Verhältnisse in der Küche und waschen Sie sich nach dem Toilettengang und vor dem Umgang mit Lebensmitteln sowie vor den Mahlzeiten die Hände.
  • Waschen Sie Obst und Gemüse vor dem Verzehr.
  • Der Verzehr von Waldbeeren (besonders wenn diese in Bodennähe wachsen) sollte vermieden werden, da die Gefahr besteht, dass diesen Früchten die Eier des Hunde- oder Fuchsbandwurms anhaften.
  • Fleisch sollte ausschließlich durchgegart gegessen werden.
  • Haustiere sollten regelmäßig entwurmt werden.
  • (Kleine) Kinder sollten sich nach dem Spielen auf Spielplätzen unbedingt die Hände waschen. Im Sand könnten Hunde ihr Geschäft verrichtet haben. Achten Sie darauf, bevor Sie Ihr Kind dort spielen lassen!

Ist es trotz vorbeugender Maßnahmen zu einem Wurmbefall gekommen, sollten Sie dringend handeln. Mit welchen Mitteln Sie den gegen den Wurmbefall ankämpfen und vor allem was Sie beachten sollten, um eine erneute Infektion zu vermeiden, lesen Sie im zweiten Teil (hier).

Okt 11th, 2009 | By | Category: Krankheiten ,


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