Zecken

Es ist wieder soweit: Der Sommer kommt und mit ihm Picknick, Fahrradtouren, Wanderungen und viele andere Aktivitäten im Freien. Doch nicht nur der Mensch wird bei den milden Temperaturen aktiv, sondern auch die Zecke. Viele haben den Winter überstanden und beginnen nun ihre Jagd nach Wirten. Neben Tieren trifft es auch den Menschen.

Hat sich die Zecke erst einmal festgebissen, können über ihren Speichel verschiedene Krankheitserreger übertragen werden. Zu den bekanntesten Erkrankungen gehören Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Wird die Zecke nicht entdeckt, saugt sie bis zu 15 Tagen Blut und lässt sich dann abfallen. Das Spinnentier bevorzugt warme und feuchte Körperstellen und wandert einige Zeit auf dem Körper umher, bis sie eine geeignete Stelle gefunden hat. Deswegen ist es wichtig, nach dem Aufenthalt im Freien, den Körper gründlich abzusuchen. Ist die Zecke noch auf Wanderschaft, kann sie problemlos entfernt werden. Hat sie sich festgebissen, ist sie meist in Achselhöhlen, im Genitalbereich und in der Kniekehle, aber auch am Hals, auf dem Kopf sowie an den Armen zu finden.

Der Gemeine Holzbock

Weltweit gibt es über 800 verschiedene Zeckenarten. In Deutschland findet der Mensch am häufigsten den Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus) auf seinem Körper, nachdem er durch Wald und Wiesen gewandert ist. Zecken halten sich bevorzugt an Waldrändern, Lichtungen, Bächen und im Gebüsch auf. Auch der heimische Garten ist nicht sicher. Überall wo Gebüsch, Gras oder Unterholz ist, ist auch die Zecke und wartet darauf abgestreift zu werden. Deswegen: Auch nach der Gartenarbeit oder einem geselligen Grillabend gründlich absuchen.

Zecken. Wie schütze ich mich?

Ganz ausgeschlossen werden kann das Risiko nicht, dass eine Zecke ihren Weg auf unsere Haut findet, aber es gibt eine Reihe wichtiger Tipps, die das Risiko erheblich senken. Bei Spaziergängen durch die Natur auf den Wegen bleiben und nicht durch Unterholz oder hohes Gras gehen. Lange Kleidung hat sich ebenfalls bewährt. Gerade Zecken bei Kindern kommen sehr häufig vor. Sie klettern während ihrer Abenteuer gerne durch das Unterholz – bietet es doch wunderbare Verstecke. Mit langer und heller Kleidung sind sie gut geschützt. Die Zecken gelangen nicht gleich auf die Haut und können auf der hellen Kleidung gut gesehen werden. Also: Augen auf und die Kleidung gut abklopfen. Noch sicherer ist es, auch wenn es etwas ulkig aussieht, die Socken über die Hose zu ziehen. In Apotheken und Drogerien gibt es zudem spezielle Lotionen, Sprays und Cremes, die Zecken abwehren. Vor jedem Gang in Wald und Feld auftragen. Alle 2-3 Stunden erneut auftragen, damit die Wirkung aufgefrischt wird.

Impfung gegen Zecken?

Es gibt eine Impfung. Sie schützt allerdings nur gegen FSME, nicht aber gegen Borreliose. Wer in einem Risikogebiet lebt sollte dennoch über die Impfung nachdenken und sich vom Arzt seines Vertrauens beraten lassen. Gegen FSME sind keine Medikamente bekannt, die gegen das Virus helfen. Es können daher nur die Symptome bekämpft werden. Daher wird die Impfung – gerade in Risikogebieten – von den Gesundheitsbehörden empfohlen und von vielen Krankenkassen übernommen. Am besten bei der Krankenkasse nachfragen. Sinnvoll ist es, sich im Winter impfen zu lassen, da dann die Stechaktivität der Zecken am geringsten ist. Grundsätzlich kann aber zu jedem gewünschten Zeitpunkt geimpft werden. Wichtig ist, dass der Körper fit und gesund ist, da die Impfung eine Belastung für das Immunsystem darstellt. Es gibt 3 Spritzen. Die ersten beiden werden im Abstand von 3 Monaten verabreicht, die letzte nach 9-12 Monaten. Alle 3-5 Jahre sollte die Impfung aufgefrischt werden.

[AKL]

Apr 7th, 2011 | By | Category: Impfung, Krankheiten ,



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One comment
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  1. Die Schildzecken sind übrigens genau jene Zecken, die angeblich von Biowaffen-Forschern dazu verwendet werden, pathogene Erreger in die Wildnis auszubringen und dort zu verteilen. Zecken eignen sich deshalb für diesen Zweck so besonders gut, da sie mit Hilfe von Vögeln im Nu über einen ganzen Kontinent verteilt werden können.

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