Zika-Virus Symptome und Behandlung

Der Zika-Virus ist ein infektiöser Partikel der mindestens 50 Virus-Arten umfassenden Gattung Flavivirus. Er ist von Wissenschaftlern, die 1947 im Rahmen einer Gelbfiebervirus-Studie im ugandischen Zika Forest bei Untersuchungen an einem Affen erstmalig beschrieben worden. Bis 2015 ist die Fachwelt davon ausgegangen, dass die Ausbreitung des Virus im Wesentlichen auf Afrika und Südostasien sowie Ozeanien beschränkt ist. Allerdings ist bekannt, dass Reisende den Virus in einigen Fällen auch in andere tropische Gebiete und auch nach Europa verbracht haben. Seit 2015 werden vermehrt Zika-Fälle aus Brasilien und vielen anderen lateinamerikanischen Ländern gemeldet.

Die Viren werden in der Regel durch Stiche der Gelbfiebermücke übertragen. Eine Übertragung des Virus in Deutschland ist unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen, falls zutrifft, dass die in kleinen Beständen auch in Süddeutschland auftretende Asiatische Tigermücke – wie vermutet – zu den möglichen Überträger-Tieren gehört. Auch andere Übertragungsmöglichkeiten, wie z. B. Geschlechtsverkehr, werden nicht ausgeschlossen.

Zika-Virus Symptome

Mit Zika-Viren infizierte Menschen können an dem so genannten „Zika-Fieber“ erkranken. Damit einhergehend sind Symptome wie Muskel- und Gelenkschmerzen, Hautreizungen und –ausschlag sowie Kopfschmerzen und Übelkeit häufig. Allerdings sind diese Symptome verglichen mit vielen anderen über Mücken übertragenen Virusinfektionen in den meisten Fällen in ihrer Intensität eher schwach ausgeprägt.

Die Symptome treten meist binnen Wochenfrist nach der Übertragung auf und halten in der Regel wenige Tage bis eine Woche lang an. In wahrscheinlich 80 % der Fälle hat die Infektion keine symptomatischen Folgen. Es wird vermutet, dass durch eine Zika-Infektion in seltenen Fällen die Nervenkrankheit GBS (Guillain-Barré-Syndrom) ausgelöst werden kann. Ob bei den Ursachen in Zusammenhang mit Zika-Fieber berichteter vereinzelter Todesfälle primär die Infektion und nicht andere Erkrankungen der Betroffenen verantwortlich zu machen sind, ist bisher ungeklärt.

Zika-Virus Auslöser für Kleinkopf-Bildung?

Als überaus bedrohende mögliche Auswirkung der Infektion wird aktuell ein wahrscheinlicher Kausalzusammenhang mit vorgeburtlichen Hirnfehlbildungen (Mikrozephalie) mit der Folge von Kleinkopf-Bildung und schwerwiegenden neurologischen Störungen, insbesondere geistigen Behinderungen, diskutiert. In Brasilien sollen Anfang 2016 etwa 5000 Neugeborene von diesen Auswirkungen betroffen sein. Da ein relevantes Risiko für ungeborene Kinder besteht, insbesondere in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, durch eine Zika-Infektion massiv bedroht zu sein, wird Schwangeren geraten, auf Reisen in Zika-Ausbruchsgebiete zu verzichten. Sollten solche Reisen unumgänglich sein, muss, da es weder für Schwangere noch für Nichtschwangere einen Anti-Zika-Viren-Impfstoff gibt, auf strikten Mückenschutz (Insektenschutzmittel, gesamten Körper mit Kleidung abdecken, insektenfreie Schlafräume, Mückennetze, u.a.) geachtet werden, um einen Mückenstich zu vermeiden. Außerdem sollte vor Reiseantritt unbedingt entsprechender reise- und tropenmedizinischer Expertenrat eingeholt werden. Bei Reisenden, die aus Zika-Ausbruchsgebieten kommen und in Deutschland kontakt zu Schwangeren haben oder selbst schwanger sind, empfiehlt sich, auch wenn keine Symptome erkennbar sind, eine serologische Untersuchung, um eine mögliche Zika-Virus-Infektion abzuklären.

Eine stationäre Behandlung der Infizierten ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Es gibt momentan keine Medikamente oder anderen Therapien, die den Zika-Virus direkt bekämpfen können. Daher beschränkt sich die Behandlung auf Maßnahmen zur Schmerzminderung und Fiebersenkung. Es wird den Erkrankten empfohlen, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Feb 13th, 2016 | By | Category: Krankheiten ,



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